Medien in der Schule

Verleger Dr. Hubert Burda hat gefordert, in Schulen der Medienkunde eine größere Rolle einzuräumen. „Wir brauchen für die fortschreitende Wissens- und Mediengesellschaft ein eigenes Unterrichtsfach an unseren Schulen, dass den modernen und qualifizierten Umgang mit Medien vermittelt“, so der Verleger bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing (Kreis Starnberg).

Dr. Burda bei seinem Vortrag in der Evangelischen Akademie

In der Vermittlung von Medienkompetenz liege ein bildungspolitischer Auftrag, so der Verleger. Neben dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) engagieren sich die Medienhäuser mit eigenen Projekten. Hubert Burda Media erreicht beispielsweise mit „Focus macht Schule – Fakten im Unterricht“ heute 10.000 Schüler. Das Magazin FOCUS Schule richtet sich zudem gezielt an Schüler, Lehrer und Eltern.

Die Vermittlung von Medienkompetenz sei wichtig, weil in der digitalen Medienwirtschaft ständig neue Jobs entstünden, so Dr. Burda. Berufe wie Mediengestalter oder Info- und Knowledgebroker seien Berufe mit Zukunft. Die Rede des Verlegers stand unter dem Titel „Der mediale Rahmen“. Sie war teil einer dreitägigen Tagung unter dem Motto „Der Rahmen“ in Schloss Tutzing am Starnberger See.

Veröffentlichung der Rede von Dr. Hubert Burda: Herunterladen

Hermann-Lenz-Preisträger 2005

„Er schämt sich nicht vor dem Einfachen, das er sagen muss. Der Mut zu dieser Reduktion, bei der jeder sich selber dort berührt fühlt, wo er sich verbergen möchte, ist ein besonderer Mut, den er geleistet hat“. Mit diesen Worten beschrieb Jury-Mitglied Alfred Kolleritsch die schriftstellerische Arbeit des diesjährigen Hermann-Lenz Preisträgers Franz Weinzettl und betonte außerdem, wie stark dieser in der Tradition des 1997 verstorbenen Hermann Lenz und des österreichischen Schriftstellers Peter Handke stehe. Wie diese beiden Autoren verbinde auch Weinzettl Naturbeschreibungen mit „seelischen Erkundungen“.

Franz Weinzettl

Der Preisträger beschrieb in seiner Rede, wie sehr ihm die persönliche Bekanntschaft mit Hermann Lenz geholfen habe, den schweren Weg eines Autors zu gehen, der dem Zeitgeist gegenüber keine Kompromisse macht. Der 1955 in Feldbach in der Steiermark geborene Schriftsteller erhielt den von Verleger Dr. Hubert Burda gestifteten und mit 15.000 Euro dotierten Preis für deutschsprachige Literatur am 11. Juni 2005 auf Schloß Halbturn in Niederösterreich. Zu Weinzettls wichtigsten Werken zählen „Auf halber Höhe (1983)“, „Der Jahreskreis der Anna Neuherz (1988)“ und „Das Glück zwischendurch (2001)“.

Den mit je 5.000 Euro dotierten Hubert Burda Preis für junge osteuropäische Lyrik erhielten Julia Fiedorczuk (Warschau), Ana Ristovic (Belgrad) und Igor Bulatovsky (Sankt Petersburg). Die jungen deutschen Autoren Martina Hefter, Gerhild Steinbuch und Andrea Winkler wurden mit einem Hermann-Lenz-Stipendium ausgezeichnet.

Der Hermann-Lenz-Preis, ein jährliches Treffen engagierter Literaten, ging 1999 aus dem traditionsreichen Petrarca-Preis hervor. Der 1997 verstorbene Hermann Lenz war selbst Preisträger. Zu den Juroren des nach ihm benannten Literaturpreises zählen Michael Krüger, Verleger des Carl Hanser Verlags und Herausgeber der Zeitschrift „Akzente“, der Autor und Kritiker Peter Hamm, der Schriftsteller Peter Handke sowie Alfred Kolleritsch, Autor und Herausgeber der Literaturzeitschrift „manuskripte“. Den Hermann-Lenz-Preis erhielten bisher Joseph W. Janker, Johannes Kühn, Ralf Rothmann, Erich Wolfgang Skwara, Josef Zoderer und Walter Kappacher.

Erfolgsfaktor Vielseitigkeit

Am 7. Juni 2005 lud der Vorstand von Hubert Burda Media über 30 renommierte Journalisten aus Wirtschafts-, Regional- und Fachpresse nach Offenburg zum ersten Annual Media Day ein. Nach einer kurzen Einführung von Reinhold G. Hubert und Peter Elfert durch den Medien Park präsentierten Dr. Jürgen Todenhöfer und Dr. Paul-Bernhard Kallen im Casino die aktuellen Geschäftszahlen 2004.

Dr. Hubert Burda beim Annual Media Day

Im Anschluss bat Dr. Hubert Burda zu einem leichten Lunch in den Media-Tower. Im Konferenzraum im 15. Stock vernetzten sich Presse und zahlreiche Geschäftsführer des Hauses. Mit herrlichem Blick auf das Badener Land gab der Verleger einen Überblick über die Medienhistorie im „Oberrhein-Valley“ und knüpfte daran die aktuellen Ausblicke für Hubert Burda Media. Mit Kurzvorträgen aus den Bereichen Zeitschriften Inland, Zeitschriften Ausland und Service & New Media wurde während des Lunches die Bilanz 2004 vertieft und die jungen Manager des Konzerns vorgestellt.

Highlight des Annual Media Day war die Präsentation des Geschäftsberichts 2004, den alle noch druckfrisch mitnehmen durften. Für ganz besonders Neugierige gab es zum Abschluß noch einen kurzen Blick in die neue Druckerei.

Initiative „Paten für Toleranz“ gestartet

Die Münchner Medienhäuser Süddeutscher Verlag, Münchner Zeitungs-Verlag, der Verlag „Die Abendzeitung“ und Hubert Burda Media unterstützen mit einer gemeinsamen Initiative den Bau des Jüdischen Zentrums am Jakobsplatz. Unter dem Motto „Paten für Toleranz“ kann sich jeder für mehr Toleranz in der Gesellschaft einsetzen und seine persönliche Anzeige in einer der Münchner Tageszeitungen schalten. Die Erlöse aus der Aktion kommen dem Bauvorhaben des Jüdischen Zentrums am Jakobsplatz zugute.

Die Kampagne steht allen Privatpersonen und Institutionen offen. Unter den ersten „Paten für Toleranz“ sind bekannte Münchner Persönlichkeiten wie Patricia Riekel, Regine Sixt, Heinrich Graf von Spreti, Andrea Gebhard, Jochen Holy, Gerd Strehle, Christiane zu Salm sowie die Träger der Initiative „Paten für Toleranz“ Anneliese Friedmann (Herausgeberin Abendzeitung), Dr. Dirk Ippen (Verleger Münchner Merkur und TZ), Klaus Josef Lutz (Geschäftsführer Süddeutscher Verlag), Helmut Markwort (Chefredakteur und Herausgeber FOCUS) und Dr. Hubert Burda (Verleger Hubert Burda Media.

Die Website von „Paten für Toleranz“

Und so funktioniert es: Die Anzeigen werden online gebucht. Jeder „Pate für Toleranz“ wählt auf der Website ein literarisches oder historisches Zitat zum Thema Toleranz als Motiv für seine Anzeige, die er über die Website in einer oder mehreren Münchner Tageszeitungen schalten kann. Jede Anzeige ist mit dem Namen des Spenders unterzeichnet. Eine Anzeige kann schon ab 340 Euro gebucht werden. Beträge ab 5 Euro können auch ohne Anzeige direkt auf der Website gespendet werden. Jeder Spender wird dann auf der Website namentlich erwähnt. Für den gespendeten Betrag gibt es eine steuerabzugsfähige Spendenquittung. Die Aktion läuft ab sofort und ist zunächst unbefristet. Die Initiative wird mit 60.000 Edgar-Karten, die im Großraum München in Cafés, Bars und Restaurants ausliegen, unterstützt.

Paten für Toleranz ist eine Initiative von Verleger Dr. Hubert Burda und lehnt sich an eine bundesweite Aktion deutscher Medienhäuser an: Der Axel Springer-Verlag, die Bertelsmann-AG und Hubert Burda Media unterstützten als „Partners in Tolerance“ die deutschen Aktivitäten der Shoah Foundation von Steven Spielberg.

Jüdisches Zentrum Jakobsplatz: Im Juni 1938 wurde die damals zweitgrößte Synagoge Deutschlands unter dem NS-Regime abgerissen. 1996 wurden erste Ideen diskutiert, wie die Hauptsynagoge wieder zu errichten wäre. Am 9. November 2003 begannen die Bauarbeiten für dieses geschichtsträchtige Projekt: der Wiederaufbau der Münchner Hauptsynagoge, der Bau des Jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrums und des Jüdischen Museums. Das Jüdische Zentrum am St.-Jakobs-Platz ist das größte nicht-kommerzielle Bauvorhaben in Bayern und wohl auch in Deutschland.