Annual Media Day

„This is the book of today“, sagte Dr. Hubert Burda mit dem aktuellen Geschäftsbericht in Händen

Zum Annual Media Day 2006 begrüßte Hubert Burda Media heute im Hotel Bayerischer Hof in München Journalisten der 25 wichtigsten deutschen Medien wie Financial Times Deutschland, Der Kontakter, Handelsblatt, Horizont, textintern oder Kressreport. „Media in Transition“ lautete das Motto der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz. „Im digitalen Zeitalter ist es entscheidend, wie sich eine Marke vernetzen kann. Der so genannte ‚linking value’ ist die Währung der Zukunft. Aber lassen Sie mich ebenso sagen: Journalistische Qualität wird ein kritischer Erfolgsfaktor“, so der Verleger.Helmut Markwort, Geschäftsführer FOCUS Magazin Verlag und 1. Journalist, betonte im Hinblick auf die BND-Affäre die Wichtigkeit der Pressefreiheit: „In Deutschland gibt es viele Skandale, die ohne die Journalisten nie an die Öffentlichkeit gelangt und nie geahndet worden wären. Die Altpapiersammelaktion des BND ist Diebstahl von geistigem Eigentum“, so Markwort über die Bespitzelungs-Taktik des BND.

Dr. Jürgen Todenhöfer präsentierte die Geschäftsentwicklung des Jahres 2005

Dr. Jürgen Todenhöfer, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes von Hubert Burda Media und Vorstand Verlage, Finanzen & Verwaltung, sowie Dr. Paul-Bernhard Kallen, Vorstand Technologie & Treasury, blickten auf ein starkes Jahr zurück: Hubert Burda Media baut die Marktposition im digitalen Zeitalter weiter aus. Im Rahmen seiner Viersäulen-Strategie konnte das Medienunternehmen seine starke Position im Markt nicht nur bei Magazinen und Druck, sondern auch im Internet und im Direktmarketing weiter ausbauen. Auch die Hörfunkbeteiligungen waren sehr erfolgreich.

Das stärkste Wachstum erzielten die Internetaktivitäten mit einem Umsatzzuwachs von 46,2 Millionen Euro (36,1 Prozent) und die Verlagsaktivitäten im Ausland mit einem Zuwachs von 40,1 Millionen Euro (15,5 Prozent). Trotz leicht rückläufigem Stammgeschäft stieg der konsolidierte Außenumsatz um 3,2 Prozent auf 1,525 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,477 Milliarden Euro). Die Zeitschriften erwirtschafteten mit 1,004 Milliarden Euro 65,9 Prozent des Außenumsatzes. Der Digitalbereich eroberte Platz zwei mit 174,3 Millionen Euro oder 11,4 Prozent. Der Druck erreichte mit 173,8 Millionen Euro 11,4 Prozent, das Direktmarketing mit 158,6 Millionen Euro 10,4 Prozent, die zum 1. April verkauften Zeitungen mit 10,7 Millionen Euro 0,7 Prozent und die sonstigen Unternehmungen mit 3,3 Millionen Euro 0,2 Prozent.

Dr. Paul-Bernhard Kallen gibt die Entwicklungen des Geschäftsjahrs 2005 bekannt

Hubert Burda Media investierte 200,3 Millionen Euro (Vorjahr: 154,2 Millionen Euro). Einschließlich seine Partnerverlage publizierte das Unternehmen 2005 weltweit 258 Titel (Vorjahr 239), davon 68 (76) im Inland und 190 (163) im Ausland. Dabei wurde das Titelportfolio durch gezielte Akquisitionen und Verkäufe im In- und Ausland weiterentwickelt. Wie auch 2005 wird das Unternehmen 2006 die Internationalisierung seiner Verlagsaktivitäten vorantreiben. Durch die Übernahme der Verlagsgruppe Milchstrasse und von TV Today wurde das Burda Community Network (BCN) Deutschlands größter Anzeigenvermarkter im Zeitschriftenmarkt mit einem Brutto-Werbeumsatz von 724,7 Millionen Euro und einem Marktanteil von 18,7 Prozent. Auch nach Marktumsätzen (Brutto-Anzeigenumsatz und Brutto-Vertriebsumsatz, exakt quotiert) ist Hubert Burda Media 2005 die Nummer Eins der deutschen Großverlage im Zeitschriftenbereich.

In seinem Ausblick prognostiziert Dr. Todenhöfer, dass Umsatz- und Ergebnisbeitrag des digitalen Bereichs weiter steigen, aber auch die Bedeutung der Zeitschriften auf Grund ihrer hohen Glaubwürdigkeit und Inspirationskraft weiter hoch bleiben wird: „Wir glauben an die Faszination Zeitschriften. Außerdem sind wir mit unserer Vier-Säulen-Strategie wetterfest aufgestellt. Diese Säulen werden wir miteinander weiter vernetzen. Hubert Burda Media bleibt Innovationsführer“, so Dr. Todenhöfer. „Ich bin zuversichtlich, dass sich 2007 das digitale Wachstum verdoppeln wird“, ergänzte Dr. Paul-Bernhard Kallen.

Das Yearbook 2006

Das Medienunternehmen wird daher parallel zu seiner digitalen Offensive die bestehenden Wachstumschancen im Print konsequent nutzen. Das bei Hubert Burda Media vor drei Jahren entwickelte Geschäftsmodell, Printmedien, digitale Medien, Direktmarketing und Events zu „Media Communities“ zu vernetzen, wird ausgebaut. Auch für 2006 rechnet Hubert Burda Media mit einer Umsatzsteigerung und einer positiven Ergebnisentwicklung.