Hochschulrat verabschiedet

Thomas Goppel und Hubert Burda mit einem Bild der Universität – im Hintergrund Rektor Bernd Huber

Die Neu-Gliederung der Universität in Departements, die Planung des für 2012 geplanten Biomedizinischen Zentrums in Martinsried/Großhadern und die Umsetzung der Exzellenzinitiative waren wegweisende Entwicklungen, an denen der Hochschulrat der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) beratend mitgewirkt hat. Acht Jahre lang hat das Beratergremium aus Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft die Universität fit für die Zukunft gemacht.

„Ich denke, unsere Beratung hatte sichtbare Erfolge, besonders in den zukunftsträchtigen Forschungsbereichen wie Medizin“, resümierte Hubert Burda als Vorsitzender bei der Verabschiedung des Gremiums im Senatssaal der Universität. An der Festveranstaltung nahmen unter anderem Franz Herzog von Bayern, Goethe Instituts-Präsidentin Jutta Limbach, Münchner Rück-Chef Nikolaus von Bomhard und Wirtschaftsprofessor Herbert Henzler teil.

Uni-Rektor Bernd Huber dankte dem Gremium für die zahlreichen Anregungen und das gemeinsam Erreichte. „Der Hochschulrat entwickelte sich zu einem unabhängigen Aufsichts- und Kontrollgremium und zu einer wichtigen beratenden Institution, die maßgeblich zu neuen Sichtweisen beitrug. Es konnten zahlreiche Programme auf den Weg gebracht werden, die das Profil, die Leistungsfähigkeit und die Wahrnehmung der LMU in der Öffentlichkeit wegweisend beeinflussten.“ Er betonte dabei besonders das Biomedizinische Zentrum und die Exzellenzinitiative. „Nun müssen wir sicherstellen, dass diese Qualität auch im eigenen Land bleibt und wir gute Leute halten“, ergänzte Bayerns Wirtschaftsminister Thomas Goppel.

Für Hubert Burda ist das Ziel aber noch nicht erreicht: Er sieht die LMU in Zukunft neben internationalen Größen wie Oxford, Harvard oder Princton: „Künftig muss ein Doktortitel von der LMU wie ein Adelstitel sein“, forderte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Kommunikation weiter verbessert und die digitale Revolution angegangen werden. Burda betonte außerdem die Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Hochschulen: Diese müsse künftig über die Forschung hinausgehen, der Austausch verstärkt werden.

Link-Tipp: Süddeutsche Zeitung: „Ein Doktortitel muss wie ein Adelstitel sein“ – Hubert Burda im Interview