Ausgräber in Ägina

Kunst-Experten unter sich: Glyptothek-Direktor Raimund Wünsche im Gespräch mit Hubert Burda

In der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 1907 verstarb in Athen Adolf Furtwängler. Er war bei der bayrischen Grabungen auf Ägina an der Ruhr erkrankt. Die Stadt Athen führte die Beisetzung durch, die griechische Archäologische Gesellschaft ließ auf ihre Kosten ein eindrucksvolles Grabmonument errichten. Furtwängler galt schon damals bei vielen als der größte Archäologe seiner Zeit.

Ihm zu Ehren lud Glyptothek-Direktor Raimund Wünsche gestern zu einem Lichtbildervortrag über den „Ausgräber in Ägina“ ein.

Furtwängler hatte in München studiert, war von 1880 bis 1893 Direktorialassistent bei den Berliner Museen und seit 1894 Professor an der Münchner Universität sowie gleichzeitig Direktor der Glyptothek, Leiter der Gipssammlung und des Antiquariums. Er besaß eine immense Arbeitskraft und hinterließ ein ungemein breites wissenschaftliches Werk, von dem nicht Weniges noch heute als grundlegend und unübertroffen gilt.