„Der Davos-Mensch schlechthin“

In einem Bericht vom 28. Januar schreibt die Süddeutsche Zeitung über Verleger Hubert Burda:

„Er kennt sie alle, und alle kennen ihn. Hubert Burda gleitet durch die Gänge und Säle des Belvedere-Hotels in Davos, als befände er sich auf einer Familienfeier.“

„Hubert Burda, 67, ist der Davos-Mensch schlechthin. Er ist bereits vor drei Jahrzehnten zum Weltwirtschaftsforum gereist, als dieses Treffen der Mächtigen kaum jemand kannte.“

„Er weiß, dass er in den Augen jener, die sich vor der Globalisierung fürchten, auf der falschen Seite steht – als Vertreter eines elitären Treffens, als Teil einer „säkularisierten Loge”, wie er es selber nennt. Er selber hat diese Idee der Vernetzung mit in die Graubündener Berge getragen. Das Burda-Fest, bei dem sich die deutsche Wirtschaftselite und amerikanische Spitzenmanager treffen und das stets am Anfang der Davos-Woche steht, war einst die erste Veranstaltung dieser Art beim Weltwirtschaftsforum.“

Wirtschafts-Elite trifft sich

Helmut Markwort, Musik-Produzent Leslie Mandoki, Sängerin Zseda, Hubert Burda und Uli Baur beim FOCUS-Nightcap in Davos

Um die Themen der Zukunft am Rande des Wirtschaftsgipfels zu besprechen, trafen sich Politikgrößen wie die israelische Außenministerin Zipi Livni, EU-Kommissarin Viviane Reding, Kronprinz Philipp von Belgien und Volker Kauder (Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) mit Wirtschaftsgrößen wie Audi-Chef Rupert Stadler, Deutsche Post World-Vorstand Klaus Zumwinkel, Blackstone-Boss Stephen Schwarzman, Bosch-Chef Franz Fehrenbach, BASF-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht, Dell-Gründer Michael Dell, Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, Google-Chef Eric Schmidt, WPP-Chef Sir Martin Sorrell sowie Internet-Unternehmer Oliver Samwer.

Zu Gast waren auch Mediengrößen wie der Schweizer Verleger Michael Ringier, Verlagschef Stefan von Holtzbrinck, Bild-Herausgeber Kai Diekmann, Zeit-Mitherausgeber Josef Joffe sowie Schauspielerin Maria Furtwängler, Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck, Schriftsteller Paulo Coelho, Top-Model Naomi Campbell und Musikproduzent Leslie Mandoki.

Unter der Leitung von Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums, entwickelte sich der Wirtschaftsgipfel kontinuierlich zu einem Mekka für Unternehmer und Politiker. Allgemeine Wirtschafts- und Politikthemen stehen im Mittelpunkt des jährlichen Forums und ziehen seit Jahren Scharen der Mächtigsten der Welt an.

Zu den Gästen des diesjährigen „Burda FOCUS-Nightcap“ zählten auch Audi-Vorstand Ralph Weyler, Jung von Matt-Vorstand Karen Heumann, Erich und Regine Sixt sowie der russische Oberrabbiner Berel Lazar.

 

DLD schaut aufs 21. Jahrhundert

Das DLD-Eröffnungspanel diskutierte über neue Märkte

„Wenn ich heute 25 wäre, säße ich nicht in Europa und auch nicht in den USA. Ich wäre in Peking oder in Bangalore“, macht Martin Sorrell deutlich, wo er die Märkte der Zukunft sieht. Zusammen mit den Schirmherren Hubert Burda und Yossi Vardi, TED-Gründer Richard Wurman und Investor Joe Schoendorf diskutierte der Werbeexperte auf dem Eröffnungspanel der Digitalkonferenz DLD die Potenziale neuer Märkte.

„Indien und China sind die am schnellsten wachsenden Märkte. Ich sehe für die Zukunft nicht viel Hoffnung für Europa“, so der Chef der WPP-Gruppe, eines der weltweit größten Medien- und Kommunikationsunternehmen. Auch Richard Wurman ist sicher, dass die heutigen Schwellenländer schnell aufschließen: „Beim G8-Treffen ist schon bald nur noch ein europäisches Land vertreten und das ist Großbritannien.“ Nie seien mehr Veränderungen passiert als im digitalen Zeitalter: „Die junge Generation kann sich an eine Zeit ohne Internet gar nicht mehr erinnern.“

Dem schließen sich auch die Schirmherren Vardi und Burda an. „Wir leben in einer Zeit des ständigen Wandels. Das betrifft die Musikindustrie, den Filmmarkt, die Telekommunikation und viele andere Industrien“, so der israelische Investor. Und Hubert Burda ergänzt, dass sich auch die Medien in einer Zeit des gigantischen Umbruchs befinden. „Wir haben gerade über Handy-TV verhandelt. Das wird auch den Werbemarkt komplett verändern“, so der Verleger.

Seit Sonntag diskutieren über 1.000 Experten und Pioniere aus Industrie, Medien, Politik, Wirtschaft, Kunst und Design in München die Fragestellungen der digitalen Welt. „Uploading the 21st Century“ lautet der Titel der vierten DLD-Konferenz.

Mercedes-Markenexperte Olaf Göttgens erläuterte beispielsweise, wie im digitalen Zeitalter weltweit wettbewerbsfähige Marken aufgebaut werden: „Als ich jung war, gab es zwei Fernsehsender, keine Fernbedienung und abends nach der Nationalhymne war Programmschluss. Damals war Werbung einfach.“ Heute sei eine One-way-Kommunikation nicht mehr denkbar und die größte Aufgabe, Marken und Produkte crossmedial aufzubauen.

Paulo Coelho zeigte anschließend die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Literatur: „Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich mit meinen Lesern interagieren. Wir brauchen das Internet“, so der Bestseller-Autor, der derzeit sein aktuelles Buch „Die Hexe von Portobello“ von der Internet-Gemeinde verfilmen lässt.

Einen Blick hinter die Kulissen der „Simpsons“ gab David Silverman: „Es dauert sechs Wochen, eine Folge zu schreiben und fast neun Monate, sie danach umzusetzen“, so der Animationsgrafiker. Carolyn Porco vom Space Science Institute in Boulder zeigte atemberaubende Fotos aus dem Weltall und der frühere Benetton-Fotograf Oliviero Toscani berichtete zum Abschluss des ersten Konferenztages von der Arbeit an seinem Kreativzentrum in Italien.

Alle Informationen rund um den DLD finden Sie unter www.dld-conference.com. Auf Sevenload und Youtube gibt es außerdem Mitschnitte und Interviews von der Konferenz.

15 Jahre Fakten, Fakten, Fakten

Helmut Markwort und Hubert Burda

Mit einem rauschenden Fest hat FOCUS in den 15. Geburtstag hineingefeiert. Hunderte Gäste aus Politik, Medien und Gesellschaft gratulierten Verleger Hubert Burda und Chefredakteur Helmut Markwort in München.

Zu den prominenten Politgästen zählten CSU-Chef Erwin Huber, seine Generalsekretärin Christine Haderthauer, der bayerische Staatskanzleichef Eberhard Sinner, Innenminister Joachim Herrmann, Europaminister Markus Söder, Landtagspräsident Alois Glück (CSU), SPD-Fraktionschef Franz Maget und Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Auch Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein gab sich trotz vollem Terminkalender die Ehre. Aus der TV-Branche feierten unter anderen Veronica Ferres, Martin Krug und Sky Du Mont in der Münchner Reithalle.

Verleger Dr. Hubert Burda verwies darauf, dass die zahlreichen Arbeitsplätze am Standort München ohne jegliche staatliche Subvention entstanden seien, und pries die Unabhängigkeit der Medien. Vor 15 Jahren sei es zudem gelungen, einem Monopolisten im Nachrichtengeschäft die Deutungshoheit wegzunehmen. Die Gründung des FOCUS sei eine „Herkulestat“, sagte Burda und schenkte Markwort eine Löwenskulptur. Mit einer launigen Rede unterhielt Comedystar Piet Klocke die Festgäste, bevor der FOCUS-Chor im Marianne-Rosenberg-Sound dem Magazin ein Ständchen darbot: „Er gehört zu mir, liegt als Abo vor der Tür.“ Um Mitternacht schnitt Markwort die Geburtstagstorte an.

Die erste FOCUS-Ausgabe erschien am 18. Januar 1993. 783 FOCUS-Ausgaben mit 106 685 redaktionellen und 84 089 Anzeigenseiten sind seitdem erschienen. 755 Millionen FOCUS-Hefte wurden gedruckt. Gestapelt wären diese 512-mal höher als der Mount Everest, nebeneinander gelegt würden sie viermal um die Erde reichen. Heute produzieren rund 500 Mitarbeiter in Redaktion, Anzeigenabteilung, Druck, Technik, Verwaltung und Versand das Nachrichtenmagazin. 72 Korrespondeten berichten im In- und Ausland. Viele von ihnen waren von Paris, London bis Moskau am Donnerstag an den Stammsitz nach München gekommen. Statt „Fakten, Fakten, Fakten“ hieß es an diesem Abend ausnahmsweise bis in die frühen Morgenstunden: „Feiern, Feiern, Feiern“.

Focus feiert Geburtstag

Historischer Start: Hubert Burda und Helmut Markwort setzen am 16. Januar 1993 in Offenburg die Druckmaschine für die erste FOCUS-Ausgabe in Gang

Mit einem Sommerspaziergang am Tegernsee beginnt 1989 die Geschichte von FOCUS: Verleger Hubert Burda und der Journalist Helmut Markwort philosophieren über die Medienlandschaft der Zukunft. Drei Jahre später entsteht ein wöchentliches Nachrichtenmagazin mit einem breiten Themenspektrum, in Farbe und voller Fakten.

Unter dem Decknamen „Zugmieze“ beginnt im Sommer 1991 die Arbeit. Chefredakteur Markwort und sein Stellvertreter Uli Baur engagieren ein kleines Redaktions-Team und am 18. Januar 1993 erblickt der FOCUS die Welt. 783 Ausgaben mit 106.685 redaktionellen und 84.089 Anzeigenseiten sind bislang erschienen. 755 Millionen FOCUS-Hefte wurden gedruckt.

Heute produzieren rund 500 Mitarbeiter in Redaktion, Anzeigenabteilung, Druck, Technik, Verwaltung und Versand das Nachrichtenmagazin. 72 Korrespondenten berichten aus dem In- und Ausland. Mit Büros in sechs Weltmetropolen begann FOCUS 1993 seine Auslandsberichterstattung, heute sind rund 50 Mitarbeiter außerhalb Deutschlands in allen Teilen der Erde im Einsatz.

Der Erfolg ist nach 15 Jahren der Siegeszug einer ganzen Markenfamilie: FOCUS Online startete am 18. Januar 1996, FOCUS TV sendet seit dem 4. März 1996, das Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY folgt am 30. März 2000, das Bildungsmagazin FOCUS-SCHULE erscheint erstmals am 15. September 2004, der TV-Sender FOCUS GESUNDHEIT startete am 1. Juni 2005 und das Studentenmagazin FOCUS-CAMPUS folgte am 19. Oktober 2006.