Zukunft der Medien

Hubert Burda und Angela Merkel (Mitte) mit den Preisträgern der Goldenen Victoria Dieter Zetsche und Aydin Dogan

Unter dem Motto „Zukunft schaffen“ haben am Montag die Zeitschriftentage des Verbands der Deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin begonnen. Angesichts der Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Werbe- und Medienindustrie warnte VDZ-Präsident Hubert Burda vor Panikstimmung: „Medien und damit auch Zeitschriften stellen allen Unkenrufen zum Trotz noch immer ein Grundnahrungsmittel in unserer Gesellschaft dar. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern“, sagte der Verleger in der Eröffnungsrede.

Print werde auch künftig einen festen Platz in den sich weiter fragmentierenden Medienmärkten haben – darüber waren sich die Verlagsmanager bei der Auftakt-Diskussion einig. Allerdings müssten die Verlagsunternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung offensiv annehmen, Kostenüberprüfung betreiben und zusammen mit den Grossisten gemeinsame Anstrengungen in der Optimierung des Vertriebs in Angriff nehmen. Der VDZ wählte neue Vorstandsmitglieder und berief unter anderem den zukünftigen Burda-Vorstand Philipp Welte, der den Bereich Publikumszeitschriften vertritt.

Die traditionelle Publisher’s Night mit rund 1.000 Gästen aus Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stand am Montagabend ganz im Zeichen der Goldenen Victoria: Neben Daimler-Chef Dieter Zetsche als „Unternehmer des Jahres“ wurde der türkische Medienunternehmer Aydin Dogan geehrt.

Hubert Burda übergab ihm die Auszeichnung für seine Verdienste um Integration und die deutsch-türkische Verständigung. Die Laudatio hielt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Dogan, zu dessen Portfolio unter anderem die „Hürriyet“ gehört, hatte zuletzt zum EM-Halbfinalspiel zwischen Deutschland und der Türkei eine große Presse-Aktionen mit deutschen Verlegern gestartet.

Das Thema Integration und die Initiative der Bundesregierung unterstützt der VDZ selbst mit der Gründung einer eigenen Stiftung. Im Zuge der Media Responsibility soll die „Deutschlandstiftung für Integration“ das Thema auf eine breite Basis stellen und die vielen unterschiedlichen Integrationsprojekte vernetzen.