Eine Hommage an die Region

Roland Mack und Edith Schreiner und bei der Präsentation des Buchs „Metropolregion Oberrhein“

„BAMBI war Werbung für die ganze Region“, fasst Hubert Burda die Verleihung von Deutschlands wichtigstem Medienpreis in Offenburg zusammen. Repräsentative Umfragen von TNS-Emnid belegen, dass der Bekanntheitsgrad der Stadt immens gewachsen ist. Demnach stieg er um mehr als 15 auf 60 Prozent. Nach der BAMBI-Verleihung gaben sechs Millionen Deutsche mehr an, schon einmal von der Stadt in Baden-Württemberg gehört zu haben.

„Es war uns wichtig, dass BAMBI für die Region kein Strohfeuer ist, sondern sich auch mit Nachhaltigkeit auf die Menschen und die Wirtschaft niederschlägt und den Medienstandort weiter stärkt“, erklärte der Verleger bei einem Pressetermin am Donnerstag in Offenburg. Und da ist sich Oberbürgermeisterin Edith Schreiner sicher: „Die Stadt hat durch BAMBI ein neues Selbstwertgefühl erhalten und wird jetzt noch stärker als Medienstadt in der Welt wahrgenommen. Wirtschaft und Einzelhandel konnten die Veranstaltung in ihr Marketing einbinden und der große Gewinner ist die Messe.“

„Das 60-jährige BAMBI-Jubiläum war für Offenburg das Ereignis des Jahrzehnts – die Stadt wird immer mehr zu einem kommunikativen Nukleus der Metropolregion“, schreibt Hubert Burda in seinem Vorwort zu dem Buch „Metropolregion Oberrhein – die Entertainment Economy und ihre Macher“, das am Donnerstag vorgestellt wurde. Der opulente Bildband stellt die Player der Region vor – vom Europa-Park in Rust über den Medien Park in Offenburg oder die Werner Kimmig TV-Produktion in Oberkirch bis zu Sternrestaurants, erfolgreichen Winzern oder der Baden-Badener Pferderennbahn.

Landrat Frank Scherer appellierte, die Stärkung der Metropolregion zu nutzen und weiter auszubauen. Eine Ost-West-Verbindung seit strukturell dringend nötig und dafür wolle er sich persönlich einsetzen. Europa-Park-Chef Roland Mack bedankte sich bei Hubert Burda für den Bildband und sein Engagement für die Region: „Mit dem Buch und deiner Visionärsrolle hast Du aus einem Mosaik ein Bild geschaffen.“

BAMBI-Produzent Werner Kimmig aus Oberkirch fühlt sich vom Erfolg der Jubiläumsgala bestätigt: Er hatte von Anfang an seine Heimat geglaubt und war der Überzeugung, das auch eine Mittelstadt wie Offenburg ein Event dieser Größenordnung stemmen kann. Mit dem von Kari Albermann konzipierten Bildband wird der Region und den Menschen, die sie prägen, nun ein Denkmal gesetzt. Portraits der Fotografin Jorinde Gersina stellen die Menschen der Region vor – jeder in seiner typischen Umgebung. So ist ein farbenprächtiges Buch, aber eben auch eine Plattform der Nachhaltigkeit entstanden.

„Die Erben“ ausgezeichnet

Die Ernst-Schneider-Preisträger 2008

Für die NDR-Dokumentation „Hubert Burda – Zwischen Rebellion und Pflicht“ haben die Autoren Kathrin Pitterling und Jörg Komorowski am Mittwoch in der Handelskammer Hamburg den Ernst-Schneider-Preis 2008 erhalten. Der Film aus der ARD-Reihe „Die Erben“ war Favorit in der Kategorie „Wirtschaft in der Unterhaltung“.

Die Jury beeindruckte die Dokumentation als ein Fernsehporträt, „das nach dem unternehmerischen Impuls, nach der Risikobereitschaft und den Spielinstinkten fragt, die Hubert Burda antreiben.“ Die Dokumentation war am 22. Januar 2007 im Ersten zu sehen und hatte allein in der Erstausstrahlung 3,4 Millionen Zuschauer.

Die Deutschen Industrie- und Handelskammern verleihen den mit 7.500 Euro dotierten Ernst-Schneider-Preis in jedem Jahr für herausragende Wirtschaftsbeiträge. Die Jurys trafen ihre Wahl aus insgesamt 900 Einsendungen.