Internet-Elite trifft Old Economy

Paolo Coelho, Hubert Burda, Arianna Huffington und Eric Hippeau mit Frau

Das World Economic Forum im schweizerischen Davos ist für Topmanager, Politiker und Medienmacher in jedem Jahr der Hotspot, um neue Geschäftsmodelle zu diskutieren und sich auf höchstem Level auszutauschen.

Ein Highlight erwartete die rund 2.500 Teilnehmer am Mittwoch wie gewohnt zum Auftakt: Der Abendempfang von Hubert Burda Media. Die 14. Ausgabe des Get-Togethers stand dabei erstmals ganz im Zeichen der digitalen Zukunft: Als „Burda DLD Nightcap“ brachte er führende Köpfe aus Politik und Wirtschaft mit Entscheidern und Gründern der Internetbranche zusammen.

Um „Neue Realitäten“ war es bei der dreitägigen Konferenz DLD in München ab Sonntag gegangen. Mit Blick auf die internationale Finanzkrise und fundamentale Umbrüche in Wirtschaft und Technologie konnte die junge Internet-Elite Diskussionen mit hochrangigen Vertretern der „Old Economy“ fortsetzen.

Zum Burda DLD Nightcap begrüßten die Burda-Geschäftsführer und DLD-Gründer Steffi Czerny und Marcel Reichart unter anderem: Shai Agassi (Better Place), Nikolaus von Bomhard (Münchner Rück), Mitchell Baker (Mozilla Corporation), Inaara Begum Aga Khan, Unternehmensberater Roland Berger, Society-Lady Celia von Bismarck, Autor Paulo Coelho, Dell-Chef Michael Dell, Axel Springer-Vorstand Mathias Döpfner, Stefan von Holtzbrinck, YouTube-Gründer Chad Hurley, FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin, Peter Löscher (Siemens), MusikproduzentLeslie Mandoki, Lakshmi Mittal (Mittal Steel), James R. Murdoch, Bertelsmanns Hartmut Ostrowski, James S. Turley (Ernst & Young), EU-Kommissarin Viviane Reding, Guido Westerwelle und Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Aenne Burda Award für Internet-Pionierin

Preisträgerin Esther Dyson mit Maria Furtwängler

„Sie ist der Inbegriff des DLD-Spirits – sie arbeitet nicht, um die Zukunft vorherzusehen oder von ihr zu profitieren, sondern um sie zu gestalten“, sagt Hubert Burda über Esther Dyson. Die Internet-Unternehmerin und Frau der ersten Stunde im Netz ist bei der DLD-Konferenz in München mit dem „Aenne Burda Award for Creative Leadership“ ausgezeichnet worden.

Die 1951 in Zürich, Schweiz geborene Harvard-Absolventin sitzt in verschiedenen Vorständen, unter anderem bei 23andME, Boxbe und WPP Group. Sie ist zudem als Investorin tätig, beteiligte sich zum Beispiel an Flickr, Medstory und der Huffington Post. Auf Flickr und in der Huffington Post kommentiert die umtriebige Unternehmerin auch ihre neuestes Abenteuer in Sachen Grenzüberschreitung: Sie absolviert momentan ein Kosmonautentraining in Russland, um als Ersatz für Charles Simonyi, den Erfinder von Microsoft Word, auf die internationale Raumstation ISS zu fliegen.

Mit dem „Aenne Burda Award for Creative Leadership“ zeichnet Burda jährlich Medien-Unternehmerinnen für ihre Visionen und deren Umsetzung aus. Der Preis soll erfolgreiche Frauen bestärken, an ihre Ideen zu glauben und sie umzusetzen. Er ist ein Tribut an Hubert Burdas Mutter, die im November 2005 verstorbene Aenne Burda, eine der großen Symbolfiguren der deutschen Nachkriegsgeneration. Aus einem kleinen Verlag entwickelte sie nach 1949 den weltgrößten Modeverlag. Der Preis wurde 2006 zum ersten Mal verliehen und wird seitdem einmal jährlich zum DLD vergeben. Bisherige Preisträgerinnen sind Marissa Mayer von Google (2006), Caterina Fake von Flickr (2007) und Martha Stewart (2008), TV-Moderatorin, Unternehmerin und „berühmteste Hausfrau der USA“.

Neue Realitäten

Chad Hurley, Yossi Vardi, Steffi Czerny, Marcel Reichart, Hubert Burda und Marissa Mayer

DLD in München – da geht es um Trends in Digital, Life und Design genauso wie um Diskussionen auf Augenhöhe mit Größen wie Google-Frontfrau Marissa Mayer, Telekom-Boss Rene Obermann, Stararchitekt Rem Koolhaas, YouTube-Gründer Chad Hurley und Olympiasieger Edwin Moses. Die Konferenz ist neben Bambi zum zweiten großen Medienereignis des Hauses Burda geworden und versammelte vom 25. bis 27. Januar rund 800 internationale Gäste.

Unter dem Motto „New Realities“ begegneten sich Topmanager, Wissenschaftler, Internet-Gurus, Politiker und Kreative aber vor allem, um Zukunftsperspektiven für Märkte und Branchen zu formulieren. Egal ob Cloud Computing und neue Media Modelle, sozial verantwortliches Unternehmertum („Philantrokapitalism“) und Bildung oder nachhaltiges Design: In allen Bereichen standen Innovationen nicht nur auf der Agenda sondern auch auf dem Prüfstand.

„Wir müssen weiter in die Zukunft investieren“, sagte Generel Eletric-Vorstand Ferdinando Becalli-Falco trotz aller Krisen. Das wichtigste Gut seien die Mitarbeiter und die Unternehmenslenker müssten für mehr Vertrauen bei ihnen sorgen, erklärte auch Hermann Ude, Vorstand bei der Deutschen Post.

Aber kann man mit neuen Modellen im Netz Gewinn machen? Muss sich die Medienindustrie in Netzwerken zusammenschließen? Und inwiefern lohnt sich der Zugang zu Sozialen Netzwerken und zu Communities? Vor der Zukunft hatte DLD-Überraschungsgast Mark Zuckerberg jedenfalls wenig Angst: Mehr als zwei Millionen Nutzer allein in Deutschland und gute Anzeigenverkäufe konnte der Facebook-Gründer zum Konferenz-Abschluss vermelden.

Wie das Internet Wähler begeistern kann und woher die Nutzer für neue Websites kommen, war zuvor genauso Thema wie die Architektur von Morgen und die Verbindung von Mode, Stil und Geschäftserfolgen. Zu den Highlights auf der DLD-Bühne gehörte unter anderem die Diskussion zwischen Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahnemann und dem Autor des Buchs „The Black Swan“, Nassim Taleb.

Die diesjähruge DLD-Konferenz war die fünfte Ausgabe der Innovationsbörse. Für Hubert Burda Media soll DLD einen Businessbeitrag leisten und als Community und Branchen übergreifendes Netzwerk über die Konferenztage hinaus wirken. Gründer und Organisatoren der Konferenz sind Marcel Reichart und Stephanie Czerny, Schirmherren Hubert Burda und Joseph „Yossi“ Vardi.

Forum für Zukunftsvisionen

Synergiebörse: Die DLD-Konferenz bringt banchenübergreifend Experten zusammen

Internationale Unternehmer, hochkarätige Autoren, Designer, Nobelpreisträger und Gründer blicken vom 25. bis zum 27. Januar im Münchner Hypovereinsbankforum in die Zukunft. Rund 800 namhafte Gäste versammelt dort die fünfte Digitalkonferenz DLD (Digital, Life, Design), die als „Synergiebörse“ Denker und Lenker der unterschiedlichsten Branchen zusammen bringen möchte.

„DLD ist interdisziplinär, schafft Schnittstellen und vernetzt katalysatorisch Menschen aus unterschiedlichsten Welten“, so DLD-Mitbegründerin Steffi Czerny. „DLD bietet zum intensiven Networking eine Plattform für die Entwicklung neuer Gedanken- und Geschäftsmodelle“, so Mitbegründer Marcel Reichart über die Konferenz, die drei Tage vor dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos stattfindet.

DLD steht 2009 unter dem Motto „New Realities“ und fordert die Teilnehmer auf, nach einem bewegten Jahr Zukunftsperspektiven für ihre Märkte und Branchen zu formulieren. Im digitalen Bereich werden neue Geschäftsmodelle für Bewegtbildangebote, Cloud Computing, Internet Politics und Online-Education Thema sein.

Philantrocapitalism, Bildung, Nachhaltigkeit und Diversity sind neue Herausforderungen, mit denen sich global agierende Unternehmer auseinandersetzen müssen. Nachhaltiges City Design und Produktdesign sowie die Schnittstellen zwischen Kunst und Bildung ergänzen den interdisziplinären Themenkanon von DLD. Regional liegt in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf den Wachstumsmärkten Südamerika und Osteuropa.

Unter den rund 80 Referenten und Gästen sind Telekom-Chef René Obermann, Autor Nassim Taleb, Designer Lapo Elkann, Nobelpreisträger Daniel Kahneman, Architekt Rem Koolhaas, Gründerin und Walt Disney-Enkelin Abigail Disney und YouTube-Entwickler Chad Hurley.

Ein Höhepunkt der DLD wird auch in diesem Jahr die Verleihung des Aenne Burda Awards für Creative Leadership sein. Fester Bestandteil des Rahmenprogramms ist außerdem die DLD Starnight präsentiert von BUNTE.de, die am Montagabend im Haus der Kunst steigt. DLD wird in diesem Jahr zudem erstmals bis in den Weltwirtschaftsgipfel in Davos verlängert – der traditionelle Nightcap am Mittwochabend wird von DLD präsentiert.

Weitere Informationen, das vollständige Programm, sowie Videos aller Diskussionen finden Sie auf der DLD-Website. Im eigenen DLD-Videoportal werden hier alle Panels der englischsprachigen Konferenz übertragen.