Wieder in Petrarcas Namen

Die Jurymitglieder Michael Krüger, Peter Hamm und Peter Handke bei der Buchbesprechung

Ein Fest der Poesie wird es auch in diesem Juni wieder sein – aber mit Rückbesinnung auf seine Wurzeln. Denn nach zehn Jahren Hermann-Lenz-Preis haben sich Stifter Hubert Burda und die Jury – Peter Hamm, Peter Handke, Alfred Kolleritsch und Michael Krüger- entschlossen, den Preis in diesem Jahr erstmals wieder im Namen des italienischen Dichters Petrarca zu vergeben.

Der Petrarca-Preis wurde von 1975 bis 1995 an Lyriker wie Zbigniew Herbert, Jan Skácel, Tomas Tranströmer und Philippe Jaccottet vergeben. An diese Tradition soll die Auszeichnung für europäische Literatur anknüpfen und an internationale Autoren vergeben werden.

Petrarca-Preisträger: Pierre Michon und Erri de LucaDie erste Verleihung des „neuen“ Petrarca-Preises findet am 12. Juni auf Schloss Salem statt. Preisträger der jeweils mit 10.000 Euro dotierten Würdigung sind der Franzose Pierre Michon und der Italiener Erri de Luca.

Wie schon in den Jahren zuvor wird es weiterhin einen Preis für einen jungen osteuropäischen Lyriker geben. Er geht in diesem Jahr an den Slowenen Lucija Stupica. Noch eine Konstante: Auf Schloss Salem werden auch die Stipendiaten der Hermann-und-Hanne-Lenz-Stiftung ausgezeichnet. Die Verleihung findet im Rahmen eines mehrtägigen Poetentreffs statt, zu dem ein Kreis illustrer Gäste eingeladen ist.