Für europäischen Geist gewürdigt

Eucor-Präsident Alain Beretz überreicht Hubert Burda die Medaille

Als „Symbol für den europäischen Geist“ hat Eucor, die Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten, Hubert Burda am Montag in Straßburg gewürdigt. Das grenzüberschreitende Netzwerk verleiht dem Verleger die Eucor-Medaille für dessen Verdienste um die Völkerverständigung und die deutsch-französische Freundschaft.

Der Oberrheingraben sei schon immer „das Tal der Bilder“ gewesen, sagte Burda in seiner Dankesrede. Hier seien – von den Papierfabriken in Basel und der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg bis hin zur Braun’schen Röhre und dem Empfang der ersten Email – bedeutende Kapitel der Medien-, Kultur- und Technologiegeschichte geschrieben worden. Heute sei die Region eine Hochburg der IT-Wirtschaft.

Die Rolle der Universitäten sei es, die Menschen für die digitale Welt auszubilden. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Welt verändere sei immens. „Wir haben keine Zeit zu verlieren“, betonte Burda, „wenn wir im Vergleich zu den Amerikanern nicht noch weiter zurückfallen wollen“.

Das deutsch-französisch-schweizerische Netzwerk Eucor, die Oberrhein Universität, will mit der Verleihung der Eucor-Medaille an den Verleger dessen „herausragenden persönlichen Einsatz für die deutsch-französische Freundschaft in den Bereichen Kunst, Kultur und Hochschulwesen“ würdigen.

Hubert Burda sei ein „Symbol für den europäischen Geist“ und durch seinen außerordentlichen Erfolg im Verlags- und Medienwesen ein Vorbild an Unternehmergeist für die Studenten der Eucor-Hochschulen.

Hubert Burda mit Eucor-Präsident Alain Beretz sowie Gottfried Langenstein von ARTE

Eucor wurde 1989 von den Universitäten in Freiburg im Breisgau, Basel, Straßburg, Karlsruhe und Mulhouse-Colmar gegründet. Das deutsch-französisch-schweizerische Netzwerk umfasst damit mehr als 100.000 Studierende und fast 13.000 Lehrende und Forscher. Die Eucor-Medaille soll Menschen würdigen, die sich „in besonderer Weise um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im trinationalen Raum des Oberrheins und darüber hinaus verdient gemacht haben“. Sie wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal vergeben: an den französischen Grafiker und Schriftsteller Tomi Ungerer.

Unter den Gästen bei der Verleihung am Montag waren Véronique Cayla und Gottfried Langenstein von ARTE, Alain Beretz, Eucor-Präsident und Präsident der Universität Straßburg, Catherine Trautmann, Vize-Präsidentin der Stadtgemeinschaft Straßburg (CUS), Hubertus Legge vom Deutschen Konsulat Straßburg, Hans Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg, Christine Gangloff-Ziegler, Präsidentin der Université de Haute Alsace, Eberhard Umbach, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie sowie Gerhard Thomas von Burda.