30. Todestag von Senator Franz Burda

Hubert Burda erinnert sich am 30. Todestag des Senators an das „alte Offenburg“

Es ist die Zeit der Weinlese in Fessenbach, dem geliebten Rückzugsort des Senators Franz Burda. Die Blätter färben sich herbstlich bunt und die Sonne scheint über Baden. „Ein wunderbarer Tag in unserer Heimat, ein Tag, wie ihn mein Vater geliebt hätte“, mit diesen Worten begrüßte Hubert Burda die Ehrengäste der Gedenkfeier anlässlich des 30. Todestages des Senators in Offenburg. Vor Freunden, Weggefährten, ehemaligen und aktuellen Geschäftsführern sowie vor der Oberbürgermeisterin von Offenburg, erinnerte Hubert Burda an die Tatkraft und an den Unternehmergeist seines Vaters: „Er war ein Mann der Tat“.

Die Leidenschaft für seine Arbeit sowie die Liebe zu seiner Heimatstadt gingen beim Senator Burda immer Hand in Hand. Und so entwickelte sich seine kleine Offenburger Druckerei zu einem Großkonzern und mit ihm wandelte sich auch das Stadtbild: „Bedeutungsschwanger, wie mein Vater war, hat er für das wenige Geld, das er hatte, keinen Kamin gebaut, sondern den Burda Turm“, sagte Hubert Burda über den Bau der alten Druckerei. Stetiger Wandel sei wichtig, allerdings dürfe man dabei seine Wurzeln nicht vergessen.

Sowohl Burda als Unternehmen, als auch die Stadt Offenburg unterliegen einem stetigen Wandel. Während Hubert Burdas Visionen von der Digitalisierung früher von manchen noch belächelt wurden, verzeichnet das Digitalgeschäft nun einen Großteil des Unternehmensumsatzes. Und auch Offenburg befindet sich im Wandel: Auf dem einstigen Druckerei-Areal, nur einen Steinwurf entfernt vom besagten Burda-Turm des Senators, entsteht nun ein Gesundheits- und Arztzentrum, das täglich von 1500 Menschen besucht wird. „Wenn ich in die Stadt reinfahre, bin ich ziemlich stolz auf das neue Offenburg«, betonte Hubert Burda.

Der Baubürgermeister der Stadt Offenburg Oliver Martini nahm dieses Thema in seiner Rede auf und lobte die gelungene Zusammenarbeit: „Das Projekt an der Kronenwiese ist ein schönes Beispiel dafür, wie die private Wirtschaft mit der öffentlichen Hand zusammenarbeitet.“ Bei aller Bautätigkeit sei es wichtig, etwas zu schaffen, dass Bestand habe und identitätsstiftende Gebäude, wie zum Beispiel das Helios Building, zu erhalten und noch besser in Szene zu setzen. Gemäß dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“.