Geschichten vom Burda-Wein

Über viele Monate hinweg sammeln die Trauben, die zum „Franzensberger“, dem Burda-Wein, verarbeitet werden, jeden Sonnenstrahl ein

Vor uns glänzen die Dächer Offenburgs in der Abendsonne und in der Ferne blitzt die Turmspitze des Straßburger Münsters hervor: Wir befinden uns zwischen satten Reben im Burda-Weinberg. Es ist Herbst in Baden. Die Zeit der Weinlese. Winzer Simon Renner bewirtschaftet zusammen mit seinen Eltern und zwei Brüdern die Reben des Burda-Weinbergs.

„Der Boden, die Lage und die Sonne geben dem Wein seinen Geschmack“, sagt Simon Renner, während er mit seiner Schere eine Rebe vom Weinstock abschneidet. Über viele Monate hinweg sammeln die Trauben, die zum „Franzensberger“, dem Burda-Wein, verarbeitet werden, jeden Sonnenstrahl ein und werden dabei vom lehmigen Boden Fessenbachs genährt.

Die sanften Hügel des Burda-Weinbergs waren der geliebte Rückzugsort des Senators Franz Burda, der in dieser Landschaft Ruhe und Muse fand. 1968 kaufte er das sogenannte Schlössle, ein pittoreskes Haus aus dem späten 18. Jahrhundert mitten in den Weinbergen. Wenige Jahre später entstand auf diesem Gelände die Franzenstube, in der legendäre Jagdessen ausgerichtet wurden. Dabei ließen sich die Gäste sicher das eine oder andere Glas Badner Wein schmecken.

Heute wie damals erzählt jeder Schluck Franzensberger Geschichten über den sanften Frühling in Offenburg und die warmen Sommerabende in Fessenbach. Er beschreibt die ganze Schönheit des Badner Lands.