Spaziergang mit Hubert Burda

Elmar Langenbacher (l.) und Hubert Burda bei der Buchpräsentation in Offenburg

Im Beisein von Hubert Burda stellte der in Hornberg geborene und aufgewachsene Elmar Langenbacher in der Fondation Aenne & Franz Burda in Offenburg sein Buch „Spaziergang mit Hubert Burda. Herkunft. Schwarzwald.“ offiziell vor. Durch Langenbachers Erstlingswerk „Der Kinzigtäler Jakobusweg“ war Hubert Burda auf den Autor aufmerksam geworden. So entstand in dreijähriger Arbeit das nun vorliegende Buch.

Auf unterhaltsame und kurzweilige Art erzählt der Autor darin in Kurzgeschichten nicht nur den Werdegang von Hubert Burda, dessen Vorfahren als bettelarme Einwanderer aus Böhmen in Offenburg sesshaft wurden, sondern auch wie durch die Kreativität des Großvaters und später durch die Begeisterung für Tiefdrucktechnik des Vaters, Senator Franz Burda, der Grundstein dafür gelegt wurde, für das, was Hubert Burda Media heute ist.

Ab Samstag, 25. November 2017, ist das Buch bundesweit im Handel erhältlich. An diesem Tag wäre Felix Burda, Hubert Burdas erstgeborener und 2001 verstorbene Sohn, fünfzig Jahre alt geworden. Das Buch ist ihm gewidmet. Ein Euro pro verkauftem Exemplar kommt der Felix Burda Stiftung für Darmkrebs-Vorsorge zugute.

70 Jahre Bunte

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Bunte-Chefredakteure: Lothar Strobach (1987-1989), Beate Wedekind (1992-1993), Hubert Burda (1976-1986), Patricia Riekel (1996-2016), Robert Pölzer (seit 2016) (v.l.n.r.)

Am Freitag, den 10. November, fand auf Einladung von Burda-Vorstand Philipp Welte ein Editor’s Lunch anlässlich des Jubiläums von Bunte statt. Europas größtes People-Magazin feiert 2018 sieben Jahrzehnte Leidenschaft für Menschen.

Bei der Veranstaltung in München wurde der 335 Seiten starke Bildband „Bunte Republik Deutschland“ präsentiert, den die ehemalige Chefredakteurin, Patricia Riekel, als Herausgeberin maßgeblich gestaltet hat. An dem Mittagessen nahmen neben Verleger Hubert Burda, Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen, Geschäftsführern und Chefredakteuren auch prominente Weggefährten wie Uschi Glas, Axel Milberg und Nina Eichinger teil.

Hubert Burda würdigte in einer emotionalen Rede seinen Vater, den legendären Senator Franz Burda, der den Grundstein für den heutigen Bunte-Erfolg legte. In der Nachkriegszeit suchte sein Vater neue Aufträge und bemühte sich um die Lizenz für ein Magazin namens „Das Ufer“. „Mein Vater musste bei der französischen Kommandantur vorsprechen, um die Genehmigung dafür zu bekommen. Dass er sehr gut französisch sprach, half natürlich und der zuständige General Schmittlein und er wurden schnell Freunde.“ Und aus dem „Ufer“, das eine Art Erziehungsprogramm sein sollte, wurde ein lebensbejahendes Magazin. „Mein Vater erkannte schnell, dass die Menschen sich nach dem Krieg nach Unterhaltung und bunten Geschichten sehnten und nannte die 1948 gegründete Illustrierte 1954 in Bunte um.“

Ein kreatives Vorbild für Hubert Burda war der Künstler Andy Warhol, der einst in Offenburg ein Porträt von Aenne und Franz Burda machte: „Mich interessierte Warhols Pop-Art, in der er Werbung und Medien und Kunst zusammenbrachte. Warhol hat verstanden, was Lifestyle bedeutet. Mit seinem Magazin ‚Interview‘ war er auch Verleger. Und Lifestyle ist einer der größten Märkte für Burda. Mit Andy Warhol kam quasi der Lifestyle von New York in die Bunte.“

Hubert Burda erinnerte sich in seiner Rede an die Zeit von 1976 bis 1986, in der er selbst Bunte-Chefredakteur war und Menschen wie Udo Jürgens, Mireille Matthieu und Uschi Glas berühmt machte: „Anfangs dachten alle, ‚Was will das Büble’, aber ich habe mich durchgesetzt. Und wenn ich zurückblicke, gibt es keinen schöneren Job als Chefredakteur.“ Und er betonte: „Ohne das, was der Senator gemacht hat, stünde ich heute nicht hier!“

Was damals galt, gilt heute auch noch. So erklärte Hubert Burda das Bunte-Erfolgskonzept mit Verweis auf den Netflix-Gründer Reid Hastings. Der sagte: „Du musst den Content machen, mit dem die Leute gerne ihre Zeit verbringen“.

Das Geheimnis dahinter beschreibt auch Georg Franck, Autor des Buches: „Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“. Daraus stammen die folgenden Sätze, die für Hubert Burda wichtig sind: „Was ist angenehmer als die wohlwollende Zuwendung anderer Menschen, was wohliger als ihre teilnehmende Einfühlsamkeit, was wirkt so inspirierend wie begeisterte Zuhörer, was ist so fesselnd wie das Fesseln ihrer Sinne. Was gibt es aufregenderes als einen Saal von gespannter Blicke, was hinreißenderes als der Beifall, der einem entgegen tost. Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen. Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über der Macht, darum verblasst der Reichtum neben der Prominenz.“

Bunte hat viele Prominente über Jahre hinweg begleitet, wie Patricia Riekel, die das Magazin 1997 bis 2016 führte, erzählt. Sie berichtete von der Entstehungsgeschichte der Bunte-Chronik. „Es gab 3.500 Bunte-Ausgaben, nicht digitalisiert, darunter Folianten aus den 50ern, die schon völlig vergilbt und eingerissen waren. Und in jeder Bunte waren 20 große und 30 kleine, spannende Geschichten, an denen wir uns immer wieder festgelesen haben. Es hat sieben Monate gedauert, bis wir uns für die besten entschieden hatten.“ Und auch heute noch sei Bunte das Barometer, das zeige, welchen Stellenwert man in der Society hat. „In ist, wer drin ist!“

Ein Erfolgskonzept, das Robert Pölzer seit 2016 erfolgreich weiterführt. „Die Bunte, die Hubert Burda geprägt hat, ist das Leitmedium der deutschen Gesellschaft. Ein Gesamtkunstwerk. Und wir sind Handwerker im Dienste der Kunst, zu unterhalten. Die Bunte bietet der Gesellschaft eine Bühne, sie spiegelt die Gesellschaft und sie ist ein Seismograph der Gesellschaft. Die Bunte-Chronik zeigt mir den Weg auf, den Bunte gegangen ist, sie lehrt mich die Sprache der Bunte und sie gibt mir die Tonalität der Bunte in mein Herz. Und mit dieser Leidenschaft, die ich im Herzen trage, werde ich diese Zeitschrift hoffentlich noch lange führen.“ Und er erinnerte daran, wie wichtig dabei die Bereitschaft zur Veränderung und Transformation sei: Für uns gilt: in der Gegenwart aus der Vergangenheit lernen, um für die Zukunft gerüstet sein.“

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Workshop mit Ehrengast

Hubert Burda zusammen mit Azubi Ghafek Alsaho

Verleger Hubert Burda höchstpersönlich begrüßte die Nachwuchskräfte, die zum 1. September ihre Ausbildung bei Burda begonnen haben im Rahmen eines gemeinsamen Workshops. Derzeit beschäftigt Burda lehrjahrübergreifend 55 Azubis und duale Studenten, aufgeteilt auf die Standorte Nürnberg Hamburg, München und Offenburg. Davon haben 18 Auszubildende und 3 duale Studenten jetzt im Herbst 2017 ihre Ausbildung frisch angetreten.

Hubert Burda nahm sich viel Zeit für den Nachwuchs und erzählte kurzweilig aus der bewegten Familien- und Konzerngeschichte von den Anfängen zu Zeiten seines Großvaters um 1903 bis zum weltweit operierenden Tech- und Medienunternehmen, das Burda heute ist. „Kontinuität“ und eine „beständige Reinvestition der Gewinne“ gehörten zum Erfolgsgeheimnis von Familienunternehmen. „Bleibt dran, lasst Euch nie beirren!“, gab Hubert Burda, in Skizzierung seines eigenen Werdegangs und dem seiner Eltern Aenne und Senator Franz Burda, den Auszubildenden als Credo mit für ihre berufliche Zukunft mit.

Auch HR-Direktor Christoph Diebenbusch begrüßte bei dem lehrjahrübergreifenden Workshop die neuen Azubis und dualen Studenten und betonte, wie essentiell es im heutigen Arbeitsmarkt sei, die eigenen Fachkräfte auszubilden und langfristig ans Unternehmen zu binden. „Burda investiert hier viel Geld und Zeit – das Thema Ausbildung steht auf unserer Agenda ganz oben“, so Diebenbusch.

„Der Azubi-Workshop ist eines der Highlights in der Ausbildung bei Burda. Gerade für die Azubis und Studenten, die erst anfangen, gab es dieses Mal nützliche Infos und Tipps, die beim Start helfen. Die Möglichkeit, seine Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen, ist für mich neben dem Teambuilding das Wichtigste am Workshop“, so Nicolas Schreiber, Industriekaufmann im 3. Lehrjahr.

Burda schafft Strukturen für die Zukunft

Hubert Burda gemeinsam mit seinen Kindern Jacob und Elisabeth

Vor dem Hintergrund der verstärkten Internationalisierung des Konzerns und um die gesellschaftsrechtlichen Strukturen für die zukünftige Führung des Unternehmens zu schaffen, haben Hubert Burda und seine beiden Kinder Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler eine Umstrukturierung der Hubert Burda Media Gruppe beschlossen. Für die Geschäftsleitung des Konzerns wird künftig eine Europäische Gesellschaft („SE“) zuständig sein, die von einem Verwaltungsrat geführt wird. Hubert Burda bleibt weiterhin persönlich haftender Gesellschafter und vertritt in operativen Fragen auch die Stimmen seiner Kinder.

Paul-Bernhard Kallen bleibt in dieser neuen Struktur der operativ verantwortliche Vorstandsvorsitzende („CEO“) und übernimmt zusätzlich den Vorsitz im Verwaltungsrat. Die drei Gesellschafter Hubert Burda, Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler werden dem Verwaltungsrat angehören. Für die operative Geschäftsführung bleibt wie bisher der Vorstand verantwortlich.

Diese Änderung betrifft nur die Konzernholding, für die übrigen Gesellschaften unter dem Burda-Dach ergeben sich keine Veränderungen. Das Unternehmen bleibt zu 100 Prozent im Familienbesitz. Die Gesellschaftsanteile liegen zu je knapp 37,5 Prozent bei Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler und zu ca. 25,1 Prozent bei Hubert Burda.

Hubert Burda erklärt:

„Mit dem Beitritt einer SE in die konzernleitende Holding KG haben wir eine sehr gute Lösung für die Zukunft geschaffen. Paul-Bernhard Kallen ist eine Unternehmerpersönlichkeit an der Spitze, die einerseits die erforderliche Kontinuität gewährleistet und andererseits die Transformation unserer Geschäfte entschieden vorantreibt. Ich freue mich sehr, dass wir ihn langfristig binden konnten und dadurch die notwendige Stabilität für die nächste Dekade geschaffen haben. Ich habe größtes Vertrauen, dass meine Kinder einmal ein sehr gut aufgestelltes, innovatives und zukunftsfähiges Unternehmen übernehmen werden.“

Ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Landrat Frank Scherer, Moderator Norbert Großklaus, Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, Hubert Burda, Preisträger Marco-Sharif Khan und Heinz Spengler (Vorstand der Hubert Burda Stiftung)

Zum 6. Mal hat die Hubert Burda Stiftung den Senator-Ehrenamtspreis für Offenburg und die Ortenau vergeben. 2012 initiiert durch Hubert Burda und benannt nach seinem Vater, Senator Franz Burda, dem das soziale Wirken eines Unternehmens innerhalb der Gesellschaft ein Herzensanliegen war, würdigt die Auszeichnung ehrenamtliches Engagement in der Region, in der Hubert Burda Media seinen Unternehmenssitz, seine Wurzeln hat.

Der Preisträger 2017 ist Marco-Sharif Khan aus Lahr. Der Vorsitzende und Gründer der gemeinnützigen musikalischen Jugendinitiative „Jugend-Musik-Werk Baden“ engagiert sich seit vielen Jahren vorbildlich im sozialen und kulturellen Bereich.

Die Begründung der Jury: „Der Preisträger schafft es, in der heutigen Zeit mit Musik Licht in die Herzen von Kindern und Jugendlichen zu tragen.“

Musik baut Brücken zwischen Menschen jedes Alters und jeder Herkunft, sie überwindet kulturelle und sprachliche Grenzen ebenso wie Barrieren im Kopf. Im „Jugend-Musik-Werk Baden“ lernen die Kinder fürs Leben – gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung – ganz nach dem Credo des Vereins: „Let’s rock and be a family“.