Focus-Fest im Afrikanischen Zirkus

Im Gespräch: Angela Merkel, Franz Müntefering, Dr. Hubert Burda und Helmut Markwort

„Feiern. Feiern. Feiern“, diesem FOCUS-Motto folgten die Spitzenrepräsentanten der Republik wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert. Wer in Politik, Wirtschaft, Medien oder Entertainment Rang und Namen hatte, feierte am Mittwochabend im Afrikanischen Zirkus im Lehrter Stadtquartier in Berlin. Längst hat sich das Fest des Nachrichtenmagazins als eine feste Institution im politischen Berlin etabliert. Vergangene Nacht kamen rund 1.000 Politiker, Unternehmer und Künstler der Einladung von Verleger Dr. Hubert Burda und den FOCUS-Chefredakteuren Helmut Markwort und Uli Baur nach.

Ganz unter dem Eindruck des afrikanisch dekorierten Zeltes, in dem aber auch das Schwarz-Rot-Gold zur WM nicht fehlte, feierte die Bundeskanzlerin mit ihren Kabinettskollegen Vizekanzler Franz Müntefering, Wirtschaftsminister Michael Glos, Verbraucherschutzminister Horst Seehofer, Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sowie mit FDP-Chef Guido Westerwelle und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

Helmut Markwort eröffnet das bunte „Afrika!“-Programm

Bei dem ungewöhnlich bunten Fest konnten sich Außenminister a. D. Hans-Dietrich Genscher, ebenso wie die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, BND-Chef Ernst Uhrlau, Bildungsministerin Annette Schavan, Umweltminister Sigmar Gabriel, Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms oder Regierungssprecher Ulrich Wilhelm begegnen.

Dem afrikanischen FOCUS-Trubel folgten auch ohne Jamaika-Koalition bunt gemischt alle Parteien. Grünen-Chef Reinhard Bütikofer, CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder und Hermann Otto Solms, SPD-Generalsekretär Hubertus Heil und Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin waren ebenfalls unter den Gästen.

Weniger politisch, aber genauso bunt feierten BUNTE-Chefredakteurin Patricia Riekel, Air Berlin-Boss Joachim Hunold, dba-Eigner Hans-Rudolf Wöhrl, Lufthansa-Kommunikationschef Klaus Walther, Friseur Udo Walz und Filmproduzentin Regina Ziegler.

Vierte Amtszeit für Dr. Hubert Burda

logo_vdzDr. Hubert Burda ist für weitere drei Jahre zum Präsidenten des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gewählt worden. Die 14-köpfige Delegiertenversammlung wählte den Verleger am Donnerstag einstimmig zum Vorsitzenden des Präsidiums. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden immer stärker von Brüssel bestimmt. Dies und der Wandel der Medien durch die Digitalisierung sind die wichtigsten Herausforderungen für den VDZ“, sagte Dr. Burda im Anschluss an die Wahl.

Zu seinen Stellvertretern wurden die Vorsitzenden der VDZ-Fachverbände Fachpresse und Konfessionelle Presse Uwe Hoch (Verlagsgruppe Handelsblatt) und Dr. Rudolf Thiemann (Liboriusblatt) ernannt. „Wir freuen uns sehr, dass Dr. Burda dem Verband für weitere drei Jahre zur Verfügung steht. Wie nur wenige Verleger weltweit repräsentiert er die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Relevanz der Zeitschriftenbranche“, betonte VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner.

Mit der Wiederwahl tritt Dr. Burda seine vierte Amtszeit an. Erstmals hatte er 1997 als Nachfolger des Fachpresse-Verlegers Dr. Werner Hippe das Amt übernommen. Die ersten drei Amtsperioden waren unter anderem von seinem engagierten Einsatz für die Pressefreiheit und gegen Werbeverbote geprägt. Durch Unterstützung der Bundesregierung im Kampf gegen das Tabakwerbeverbot konnten beispielsweise bis heute die Verlage vor Umsatzeinbußen von rund 400 Millionen Euro bewahrt werden.

Als eine der großen deutschen Verlegerpersönlichkeiten ist Burda in Deutschland wie international ein gefragter Gesprächspartner, wenn es um die zukünftige Entwicklung der Medienlandschaft geht. Als Vordenker der Branche forderte er die Verlage bereits früh auf, mit innovativen Konzepten auf die anstehenden Veränderungen durch Digitalisierung und verändertes Mediennutzungsverhalten zu reagieren.

Gesundheitskommunikation für Europa

VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner, Dr. Hubert Burda, FAEP-Präsident David Hanger, EU-Kommissar Marcos Kyprianou und FIPP-Präsident Don Kummerfeld

„Die Medien sind ein wichtiger Partner bei der Aufklärung der Bürger in Europa“, unterstrich der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianou die Bedeutung der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Damit unterstützte Kyprianou auf der Generalversammlung des Europäischen Zeitungsverlegerverbandes (FAEP) in Brüssel Verleger Dr. Hubert Burda, der in seiner Key Note aufgezeigt hatte, welche Bedeutung die Medien bei der Vermittlung politischer Ziele für die Bürger haben.

Die Generalversammlung des Europäischen Zeitungsverlegerverbandes stand unter dem Motto „Media in Transition“

So publizieren europäische Zeitschriften über 10.000 redaktionelle Seiten zum Thema Gesundheit. Prävention ist das wichtigste Ziel und Thema der europäischen Verbraucherpolitik. Kyprianou erkannte die Bedeutung der Werbefreiheit für Qualitätsmedien wie Zeitschrifren an und zeigte sich offen, in der Gesundheitskommunikation bestehende Werbeverbote abzubauen.

Die Generalversammlung des Europäischen Zeitungsverlegerverbandes stand unter dem Motto „Media in Transition“ Laut Kyprianou weichen heute zu viele Patienten bei der Informationssuche auf nichteuropäische Angebote aus. „Es darf hier keine Zweiklassengesellschaft geben“ so der Kommissar. Deswegen sei es an der Zeit, die Frage der Patientenkommunikation neu zu überdenken. Aufgabe der Medien werde es dabei sein, diese verantwortungsvoll zu kommunizieren.

Dr. Hubert Burda, Jean-Antoine Bouchez und Ian Locks

Die weitere Entwicklung des Themas Patienteninformation auf europäischer Ebene war auch Thema eines Journalistenfrühstückes, zu dem FOCUS-Korrespondent Ottmar Berbalk am Mittwochmorgen mehr als 15 deutsche EU-Journalisten in die Bayrische Landesvertretung in Brüssel eingeladen hatte. In diesem Zusammenhang beschrieb Dr. Burda erneut die Veränderung der Medien und die Auswirkungen auf die Kommunikationsmöglichkeiten mit Mediennutzern und Patienten.

„The best place I’ve been to in Germany“

Charlie McCreevy, Dr. Hubert Burda, Andreas Schwab, Edith Schreiner, Reinhold G. Hubert und Klaus Brodbeck

„Baden und der Oberrhein ist die beste Region, die ich in Deutschland kennen gelernt habe“, schwärmt Charlie McCreevy. Der irische EU-Binnenmarktkommissar war am Montag in Begleitung des Europa-Abgeordneten Andreas Schwab, von Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner und Landrat Klaus Brodbeck zu Gast bei Hubert Burda Media.

Dr. Hubert Burda und Reinhold G. Hubert, Geschäftsführer Medien Park Verlage, führten die Gäste durch das Unternehmen. Der Verleger betonte dabei das große Potential der Region in Europa, die Tradition, Gastlichkeit, Unternehmertum und Innovation verbindet. So innovativ war und sei nur ein anderes Tal auf der Welt: das Silicon Valley in Kalifornien.

Bei Empfang im Media Tower mit führenden Wirtschaftsvertretern der Ortenau, Geschäftsführern und Chefredakteuren gab es reichlich Gelegenheit zur Vernetzung auf europäischer Ebene. McCreevy ist in Brüssel für die Themen Binnenmarkt, Harmonisierung, Waren- und Dienstleistungsfreiheit zuständig.