„The Culture of Now“

«Die aktuelle Andy-Warhol-Ausstellung des Whitney Museum in New York versetzt mich zurück in die prägendste Zeit meines Lebens!

Über die Disruption von Musik, Kunst und Werbung in den 60er-Jahren in NYC spreche ich mit meinem damaligen Weggefährten und späteren Hearst-COO Gil Maurer.»

Hubert Burda

Generationenaustausch der Innovationsführer Badens

Links von hinten: Jacob Burda, Hubert Burda, Martin Herrenknecht, Martin-Devid Herrenknecht, Achim Kühn (Unternehmenskommunikation Herrenknecht AG). Rechts von hinten: Roland Mack, Thomas Mack, Michael Mack, Kari Albermann (Berater Burda)

Rust: Die drei großen badischen Familienunternehmen Hubert Burda Media, Europa-Park und die Herrenknecht AG wollen künftig mit gemeinsamen Aktionen den Südwesten und speziell die Oberrhein-Region noch stärker voranbringen. Das ist das Fazit eines generationenübergreifenden Treffens der Firmeninhaber jüngst im Europa-Park in Rust.

Auf Initiative von Hubert Burda trafen sich drei der innovativsten Familienunternehmen Badens mit der Absicht, ihre Interessen künftig stärker zu koordinieren. Neben Roland Mack, Martin Herrenknecht und Hubert Burda nahmen auch deren Söhne Michael und Thomas Mack, Martin-Devid Herrenknecht und Jacob Burda an dem Treffen teil. Eines der erklärten Ziele aller drei Unternehmen ist es, jungen Menschen neue Berufsbilder und Zukunftsperspektiven sowohl in der Medien- und Technologiebranche als auch in der Hightech- und Entertainmentindustrie aufzuzeigen. Dazu soll unter dem Motto „Baden Digital“ eine Konferenz ins Leben gerufen werden, an der sich auch Start Up-Unternehmen sowie die Hochschulen Karlsruhe, Offenburg und Furtwangen beteiligen sollen.

Innovationsfähigkeit mit Bodenhaftung

In Zeiten von Disruption und digitaler Business-Transformation ist Innovationsfähigkeit die Voraussetzung für unternehmerisches Wachstum und Zukunftssicherung.

«Uns fehlt in Deutschland oftmals der Mut, uns zu verändern und neu zu erfinden. Wir müssen uns hier in Europa auch bei der Digitalisierung nicht hinter den USA verstecken. Wir haben ein riesiges Potenzial in der Forschung, das es noch stärker zu nutzen gilt. Deutschland ist weit mehr als nur Weltmarktführer im Maschinenbau.»

Michael Mack, geschäftsführender Gesellschafter Europa-Park

Martin Herrenknecht: „Als Exportnation müssen wir für Fortschritt und ambitionierte Zukunftsperspektiven fighten. Unsere kostbarste Ressource sind top ausgebildete junge Leute, frei von Dogmen mit mutigen Visionen“.

Die Unternehmer beider Generationen waren sich dabei einig, dass vor allem die Nähe zu den Mitarbeitern und die Bodenhaftung die größten Stärken von Familienbetrieben sind. Roland Mack, geschäftsführender Gesellschafter Europa-Park: „Mittelständische Familienunternehmen sind die Treiber der deutschen Wirtschaft. Ich bin sehr froh, dass nun die nächste Generation neue Technologien mit großer Leidenschaft vorantreibt. Darin liegt unsere große Chance für die Zukunft“.

Media-Valley zwischen Schwarzwald und Vogesen

«Fernab der Metropolen hat sich entlang des Oberrheins von Karlsruhe über Straßburg und Offenburg bis Freiburg und Basel ein herausragender Medien- und Technologiecluster entwickelt, der seinesgleichen in ganz Europa sucht. Als Medien- und Technologiekonzern in einem Land mit Kultur und Tradition sind wir kontinuierlich auf kreativen Input, auf gut ausgebildete junge Leute, auf high potentials angewiesen.»

Hubert Burda, Verleger

Das Rheintal sei das Media-Valley – so innovativ wie weltweit vielleicht nur noch das Silicon Valley. Die Region mit dem Rhein als frühem „Kommunikationsstrom“ blicke auf über 1000 Jahre Mediengeschichte, erklärt Burda. Im Dreiländereck erfand Gutenberg den Druck, Schongauer den Kupferstich und in Basel stand die erste Papiermühle. Ferdinand Braun, der als Professor der Physik über viele Jahre an den Universitäten Karlsruhe und Straßburg wirkte, hat mit der Braunschen Röhre die Grundlagen für das Fernsehen geschaffen.

Hidden Champions bilden Innovation Hub

Burda, der Europa-Park und Herrenknecht gehören heute zu den großen Innovationstreibern in dieser mediengeschichtsträchtigen Region. Hubert Burda: „Hier in Baden werden Visionen gelebt. Das gilt auch für den weltweit führenden Tunnelbauer Martin Herrenknecht. In Baden treffen sich Hidden Champions aus Medien und Technologie auf höchstem Niveau. Der Europa-Park schafft es, Dreh- und Angelpunkt der Medien zu sein. Neben seinen Fahrattraktionen, Shows und Hotels ist Deutschlands größter Freizeitpark durchaus mit großen Studios wie Babelsberg in Potsdam oder der Bavaria-Filmstadt in München vergleichbar“. Jüngstes Beispiel für ein gemeinsames Projekt von Europa-Park und Burda war erst vergangene Woche die Wahl der „Miss Traumatica Moon Servants 2018“ vom Lifestylemagazin Playboy im Rahmen der von Michael Mack initiierten und international mehrfach ausgezeichneten „Horror Nights – Traumatica“. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von Playboy und Europa-Park folgt.

Mit zusammen über 20.000 Mitarbeitern und einem geschätzten Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro gehören die drei badischen Unternehmen Hubert Burda Media, Europa-Park und die Herrenknecht AG zu den wirtschaftlichen Schwergewichten in Baden. Die „Big Player Badens“ beschlossen einen künftig regelmäßigen direkten Austausch untereinander.

Marketing-Ehrenpreis für Hubert Burda

Duschan Gert (r.), Präsident des Ortenauer Marketingclubs, übergibt den Marketing-Ehrenamtpreis an Verleger Hubert Burda © HBM

Der Ortenauer Marketingclub hat Hubert Burda den Ehrenpreis 2018 verliehen. Die feierliche Übergabe fand im Vorfeld zur offiziellen Gala (24.11.2018) im Media Tower in Offenburg statt.

Visonär, Vordenker, Symbolfigur

«Dr. Burda ist für uns eine Symbolfigur in der Region Baden, Ortenau und Offenburg. Ich glaube es gibt keinen, der Offenburg und die Region so nach außen getragen hat wie Dr. Burda.»

Duschan Gert, Präsident des Ortenauer Marketingclubs

Hubert Burda habe das Offenburger Familienunternehmen von einer Druckerei und einem Zeitschriftenverlag hin zu einem international agierenden Medien- und Technologiekonzern stetig weiterentwickelt. Hubert Burda sei ein Visionär, ein Mensch, der immer nach vorne geschaut hat. Das sei seine größte Stärke, als Vordenker die Chancen in der Medienwelt frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, so Duschan Gert in seiner Laudatio auf den Ehrenpreisträger 2018.

Engagement für die Heimat

Es gebe heutzutage so viel mehr Preise für alles mögliche als Menschen, die sie entgegennehmen könnten, sagt Hubert Burda eingangs in seiner Dankesrede. Deshalb habe er für sich entschieden, künftig eigentlich keine Preise mehr anzunehmen. Der Ehrenpreis des Ortenauer Marketingclubs jedoch sei eine ganz besondere Ausnahme. Diesen nehme er sehr gerne an, als Anerkennung für das Engagement für seine Heimat. Hier gebe es so viele innovative Köpfe, tüchtige Frauen und Männer, so Burda – heute wie damals und verweist damit auch auf seine Eltern, „zwei Granaten“, die so viel bewegt, so viel erreicht haben. Aenne Burda, die sich als Eisenbahnertochter aus der Unterschicht in der Offenburger Gaswerkstraße Weltruhm erarbeitet hat. Diese beispiellose Erfolgsgeschichte mit der Karrierestart der Wirtschaftswunderfrau Aenne Burda Anfang der 50er Jahre mit Burda Moden wird in einem zweiteiligen Spielfilm am 5. und 12. Dezember um 20.15 Uhr in Das Erste noch mal eindrucksvoll nachgezeichnet.

Globaler Erfolg mit festen Wurzeln

„Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt“: So lautete schon der Titel von Hubert Burdas Abituraufsatz und diesem Credo ist er bis heute treu geblieben. Dabei war und ist die beständige Veränderungsbereitschaft im Unternehmen Burda stets die Voraussetzung für die Innovationsfähigkeit und damit den Erfolg.

«Heute ist ‚der Laden‘ global geworden, aber immer noch in Offenburg verwurzelt und das ist wichtig.»

Hubert Burda, Verleger

Die Werte in einem Familienunternehmen vermittle er auch seinen Kindern. Er habe von frühester Kindheit an mitgekriegt, dass das, was Du geerbt hast nicht dein Besitz ist, sondern vielmehr ein Pfand, das es an die nächste Generation „vermehrend“ weiterzugeben gelte. „Ich danke sehr für diesen Preis!“

30 Jahre starke Frauen

Hubert Burda mit Schauspielerin Iris Berben © Michael Tinnefeld

Unternehmerischer Mut und eine Vision: Vor 30 Jahren brachte Hubert Burda das internationale Fashion-Magazin Elle nach Deutschland. Am Freitag, den 12. Oktober 2018, fand anlässlich des 30. Geburtstags der deutschen Elle auf Einladung von Burda-Vorstand Philipp Welte, BurdaStyle-Geschäftsführerin Manuela Kampp-Wirtz und Elle-Chefredakteurin Sabine Nedelchev, eine kleine, feine Jubiläumsfeier bei Verleger Hubert Burda in der Münchner Schackstraße statt. In traumhafter Kulisse bei sommerlichen Temperaturen feierten 40 ausgesuchte Gäste aus Mode, Kunst und Wirtschaft den runden Geburtstag. Darunter langjährige Freunde und Wegbegleiter der Elle und des Verlegers. Den Aperitiv gab es im Garten, das Menü im Stadtpalais am Siegestor von Sternekoch Bobby Bräuer.

Topmodel Toni Garrn, das Gesicht der Elle-Jubiläumsausgabe, war aus New York angereist, der internationale Modefotograf Lucian Bor kam aus Paris eingeflogen. Ebenfalls mit dabei: die Schauspielerinnen Iris Berben und Bibiana Beglau, Franziska Gräfin Fugger von Babenhausen, Prinzessin Isabelle zu Hohenlohe-Jagstberg, Judith Milberg, Janina Kugel (Personalvorstand Siemens), ProsiebenSat.1-Vorstand Sabine Eckhardt sowie Beate Wedekind, die erste Chefredakteurin der deutschen Elle.

So kam die Elle nach Deutschland

Am 17. Januar 1988 unterschrieben Verleger Hubert Burda und sein französischer Kollege Daniel Filipacchi in der Arabellastraße in München den Vertrag, den Elle nach Deutschland bringt. Zwei Visionäre, eine Idee: sich für Frauen stark zu machen! Am 21. September 1988 erscheint dann schließlich die erste deutsche Ausgabe. Es war der erste internationale Lizenztitel im Portfolio von Hubert Burda Media. Die ursprüngliche Idee des französischen Mutterblatts, Trends aufspüren und ein mutiges neues Frauenbild zu fördern, wurde mit ihr fortgeführt.

Feminismus im Chanel-Kostüm

Die erste Elle-Ausgabe weltweit erschien am 21. November 1945 in Frankreich. Hélène Gordon-Lazareff, französische Journalistin mit russischen Wurzeln, hat Elle vor 73 Jahren in Paris gegründet – der Beginn einer bis heute andauernden, weltweiten Erfolgsgeschichte. Ein Magazin für Frauen, die frei und selbstbestimmt leben – das wollte Elle sein. Und das in einer Zeit, in der die drei K (Kind, Küche, Kirche) noch das Rollenbild der Frau definierten. Elle überzeugte mit Eigensinn, Haltung und einem neuen Konzept. Die erste Ausgabe drehte sich um das uneingeschränkte Wahlrecht für Frauen, ein Rezept für Croque Monsieur, sowie Tipps, wie alte Kleider mit wenigen Handgriffen wieder neu erstrahlen. Diese Kombination aus politischer Stellungnahme und Themen rund um aktuelle Saumlängen und angesagte Frühlingsfarben war bis dato undenkbar. Schnell avancierte Elle zu einem Symbol des gesellschaftlichen Wandels. Elle berichtete, hinterfragte, klärte auf. Und vergaß dabei nie, was das Leben schön macht – Mode!

Von Elle entdeckt

Ihre Fähigkeit, den Zeitgeist vor anderen aufzunehmen, Trends und Schönheitsideale abzuleiten und journalistisch aufzubereiten, machten Hélène Gordon-Lazareff zu einer der wirklich erfolgreichen Frauen ihrer Zeit. 1949 entdeckte sie die bis dahin unbekannte Brigitte Bardot, als sie sie auf einem Bahnsteig sah und ihr hinterherrief: „Melden Sie sich bei mir! Wir müssen Fotos von Ihnen machen lassen!“ Vier Monate später war sie auf der Titelseite der französischen Elle. Auch die deutsche Elle hat viele Topmodels und Stil-Ikonen über die Jahre hinweg begleitet: Carla Bruni, Cindy Crawford, Tatjana Patitz, Linda Evangelista, Laetitia Casta, Diane Kruger sowie Claudia Schiffer, schon kurz nachdem sie entdeckt wurde – sie alle waren auf dem Cover und in Modestrecken, die schönsten Frauen der Welt, geshootet von Top-Fotografen.

Weitere Impressionen der Veranstaltung finden Sie auf Flickr.

Historischer Erfolg für die Verlage

Verleger Hubert Burda hatte 2006 EU-Kommissare (hier Charlie McCreevy) in den Medienpark nach Offenburg eingeladen, um für die Interessen der Verlage in einer digitalen Welt einzutreten © Wilfried Beege

Seit vielen Jahren hatte Verleger Hubert Burda gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern leidenschaftlich darum gekämpft, nun rückt ein eigenes Leistungsschutzrecht für die Verlage auf europäischer Ebene in greifbare Nähe. Das Europaparlament in Straßburg hat heute nach einem fast zwei Jahre andauernden Streit den Bericht zur Urheberrechtsreform gebilligt, der erstmals auch das sogenannte Europäische Verlegerrecht enthält. Mit Blick auf die hitzigen Debatten der vergangenen Wochen ist das Abstimmungsergebnis von 438 Befürwortern zu 226 Gegenstimmen ein enormer Erfolg.

Gegen alle Widerstände

Auf maßgebliches Betreiben des ehemaligen VDZ-Präsidenten Hubert Burda wurde von der EU-Kommission im September 2016 ein Europäisches Presseleistungsschutzrecht vorgeschlagen. Es soll Verlage in eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Suchmaschinen und Aggregatoren versetzen und dazu beitragen, die Erlöse entlang der journalistischen Wertschöpfungskette fairer zu verteilen. Seither wurde über die Vorschläge der Kommission heftig gestritten. Während sich Verlagsvertreter und Journalistenverbände für den zwischenzeitlich erarbeiteten Kompromiss des Berichterstatters Axel Voss einsetzten, führten die Gegner des neuen Gesetzes, zu denen die großen internationalen Plattformbetreiber und Vertreter der Netzgemeinde gehören, eine emotional aufgeheizte Debatte, die sich an der Behauptung entzündete, das freie Hyperlink-Setzen und damit die allgemeine Freiheit im Internet könnten bedroht sein. Obwohl der Berichterstatter im federführenden Rechtsauschuss immer wieder darauf verwiesen hat, dass es für Privatpersonen zu keinerlei Einschränkungen beim Teilen von Inhalten kommen würde, hat das gegnerische Lager auch nicht vor großangelegten und von U.S.-Plattformen finanzierten Desinformationskampagnen Halt gemacht. Dies hatte im Juli 2018 schließlich dazu geführt, dass die zunächst positive Entscheidung des Parlaments in Bezug auf den Urheberrechtsbericht in einer weiteren Abstimmung gekippt wurde. Die langjährige, intensive Arbeit von Abgeordneten aus fünf verschiedenen Ausschüssen wurde damit in Frage gestellt und für weitere Änderungsanträge geöffnet. Trotz zahlreicher Änderungsanträge, die entweder eine Streichung oder eine Verwässerung des Verlegerrechtes vorgesehen hätten, konnte sich der Berichterstatter Axel Voss am Ende durchsetzen. In den sogenannten Trilogverhandlungen wird nun weiter über den Text beraten.

Ehre, wem Ehre gebührt

Eine breite Allianz von Verlegern, Journalisten, Künstlern und Kreativen hat für das heutige Abstimmungsergebnis gekämpft, das nicht ohne die politische Weitsicht von Verleger Hubert Burda möglich gewesen wäre. Schon 2013 hatte er – gegen den weltweiten Trend des Abbaus von Urheberrechten – zusammen mit dem VDZ ein deutsches Leistungsschutzrecht für Presseverleger errungen. Nachdem sich der deutsche Markt angesichts der Marktmacht von Plattformen wie Google jedoch zunächst als zu klein erwiesen hatte, um das neue Recht effektiv durchsetzen zu können, sollte mit einem europaweiten Verlegerrecht die nächste Hürde genommen werden. Die Entscheidung des Europäischen Parlamentes ist damit nicht nur ein persönlicher Erfolg für Hubert Burda, sie ist auch ein bedeutender Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Erlöse in der gesamten europäischen Medienindustrie und sendet nach den Kartellentscheidungen im Fall von Google erneut eine klare Botschaft an die Adresse der internationalen Plattformgiganten: Europa allein macht die Spielregeln, an die andere sich hier zu halten haben.

Verleger Hubert Burda (damals VDZ Präsident) sprach schon 2014 mit dem EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso über die Notwendigkeit eines europaweiten Leistungsschutzrechts © Lander Loeckx

Quartier Senator Burda eingeweiht

Oberbürgermeisterin Edith Schreiner enthüllt die von Hubert Burda gestiftete Büste des Senators Franz Burda zur Einweihung des Quartiers Senator Burda auf dem ehemaligen Areal der Alten Burda-Druckerei © Iris Rothe für Hubert Burda Media

Hubert Burda hat am vergangenen Freitag zusammen mit Oberbürgermeisterin Edith Schreiner das neu gestaltete Stadtquartier am „Senator Franz Burda Park“ in Offenburg eingeweiht. Die nach seinem Vater benannte, frisch angelegte Parkanlage rahmt die neu bebaute Kronenwiese ein, das rund 30.000 Quadratmeter große Areal, auf dem ehemals die Alte Burda Druckerei stand. Burda hatte das Areal 2013 an ein Investoren-Trio verkauft. Seitdem sind hier in rund vier Jahren ein großes Gesundheitszentrum, ein Hotel, Gastronomie, ein Bauherrenzentrum, ein Parkhaus und zahlreiche Wohnungen entstanden. Das denkmalgeschützte alte Verwaltungsgebäude der Druckerei wurde komplett saniert, trägt heute den Namen Helios-Gebäude und beherbergt die Mitarbeiter von BurdaDirect. Insgesamt wurden 70 Millionen Euro in die Neugestaltung des Areals investiert.

Das Alte im Neuen verbunden

Durch die Namenswidmung des neu entstandenen Stadtquartiers mit Parkanlage werden die Erfolgsgeschichte des Unternehmens Burda, die auf diesem Boden ihren Anfang nahm, und der damit eng verknüpfte wirtschaftliche Aufschwung der Stadt Offenburg weiter in die Zukunft getragen. Hier am Ufer der Kinzig hat Senator Franz Burda Anfang der 50er Jahre seine erste Großdruckerei gebaut und seine Phantasie, seine Visionen mit großer unternehmerischer Leistung in die Realität umgesetzt. Burda entwickelte sich rasant zum größten Arbeitgeber der Stadt und ist heute ein Medien- und Tech-Unternehmen auf internationalem Parkett mit einem Milliarden-Umsatz. Ein Vermächtnis des Senators an seine Kinder und Kindeskinder – „ein Pfand, das vermehrt an die folgenden Generationen weitergegeben werden soll“, wie es Hubert Burda stets verstanden hat und dieses Wertempfinden auch an seine Kinder weitergibt.

Ein Ort der Begegnung

Die offizielle Einweihung des attraktiven Stadtentrées mit dem Senator Burda Park wurde mit einem großen Bürgerfest gefeiert. Alle Gebäude konnten an diesem Tag der offenen Tür auch besichtigt werden. Gaukler, Zauberer, Akrobaten und Musiker des Europaparks sorgten für Unterhaltung. Die Burda-Betriebskapelle spielte auf, Streetfoodtrucks kredenzten badische Spezialitäten, Freibier und Eis gab es zur Abkühlung bei hochsommerlichen 30 Grad und strahlend blauem Himmel. Im Foyer des Helios-Gebäudes konnten die Besucher des Fests eine Ausstellung zu Senator Franz Burda sehen. Auch eine der vielen erfolgreichen Magazinerfindungen des Senators konnten die Besucher live erleben. Passend zu einer Park-Einweihung präsentierten die Kollegen von Mein schöner Garten ihre Produkte und gaben auf Wunsch selbstverständlich auch gärtnerische Expertentipps. Bei einer Schnitzeljagd über das Gelände konnten die Teilnehmer attraktive Preise gewinnen. Der Erlös des Bürgerfests kommt dem Freiburger Förderverein für krebskranke Kinder zugute.

Ein Auge auf seine Kronenwiese wird Senator Franz Burda auch in Zukunft haben. Sein Konterfei steht jetzt als 64 Zentimeter große Büste auf einem steinernen Sockel am Eingang des Senator Burda Parks.

Auszeichnung für Lebenswerk

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Preisträger Hubert Burda und Kress-Chefredakteur Bülend Ürük

Hubert Burda ist im Rahmen eines Empfangs zu seinem 78. Geburtstag am Unternehmenssitz Offenburg für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Bülend Ürük, Chefredakteur des Medienfachdienstes Kress, überreichte dem Verleger den Kress-Award 2017 im Namen von Herausgeber und Chefredaktion des Kress Reports.

„Ein Vorbild und Leuchtturm“:

Das sei der stets neugierige, universal interessierte Verleger Hubert Burda in der Medienlandschaft, betonte Bülend Ürük. In seiner Laudatio zur Preisverleihung würdigte Ürük Hubert Burda als Visionär der Digitalisierung, als einen Verleger, der „seiner Zeit manchmal zehn Jahre voraus“ gewesen sei und zitiert Hubert Burda aus einer Rede im Jahr 1995: „Die digitale Revolution führt uns von der postkapitalistischen in die Knowledge-Gesellschaft. Wissen, Information, Kommunikation wird zur dominierenden Ware.“ Hubert Burda stehe wie kein zweiter für Print und Digitales, für Neues, für das Verbindende in der Branche, so Ürük. „Stets neugierig zu sein, den Weg immer weiter zu gehen, keiner Mühe auszuweichen, lebenslang zu lernen und den Wandel als ständigen Begleiter zu begreifen“ – diese Einstellung Hubert Burdas helfe gerade in herausfordernden Zeiten.

„Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt!“

In seiner Dankesrede nahm Hubert Burda u.a. Bezug auf die mediengeschichtliche Bedeutung der Oberrheinregion vom Buchdruck bis zur Digitalisierung, die Bedeutung von Karlsruhe als eigentliche Internet-Hauptstadt mit der ersten E-Mail in Deutschland vor fast 35 Jahren und die dazugehörigen Hochschulstudiengänge für die Berufe der Zukunft. „An dieser Zukunft müssen die Oberrheinregion und Offenburg weiter partizipieren.“ Dazu trage nicht zuletzt auch der stetige Wandel im heute weltweit agierenden Medienunternehmen Burda bei.

Bildrechte: Hubert Burda Media, Fotocredit: Iris Rothe

Spaziergang mit Hubert Burda

Elmar Langenbacher (l.) und Hubert Burda bei der Buchpräsentation in Offenburg

Im Beisein von Hubert Burda stellte der in Hornberg geborene und aufgewachsene Elmar Langenbacher in der Fondation Aenne & Franz Burda in Offenburg sein Buch „Spaziergang mit Hubert Burda. Herkunft. Schwarzwald.“ offiziell vor. Durch Langenbachers Erstlingswerk „Der Kinzigtäler Jakobusweg“ war Hubert Burda auf den Autor aufmerksam geworden. So entstand in dreijähriger Arbeit das nun vorliegende Buch.

Auf unterhaltsame und kurzweilige Art erzählt der Autor darin in Kurzgeschichten nicht nur den Werdegang von Hubert Burda, dessen Vorfahren als bettelarme Einwanderer aus Böhmen in Offenburg sesshaft wurden, sondern auch wie durch die Kreativität des Großvaters und später durch die Begeisterung für Tiefdrucktechnik des Vaters, Senator Franz Burda, der Grundstein dafür gelegt wurde, für das, was Hubert Burda Media heute ist.

Ab Samstag, 25. November 2017, ist das Buch bundesweit im Handel erhältlich. An diesem Tag wäre Felix Burda, Hubert Burdas erstgeborener und 2001 verstorbene Sohn, fünfzig Jahre alt geworden. Das Buch ist ihm gewidmet. Ein Euro pro verkauftem Exemplar kommt der Felix Burda Stiftung für Darmkrebs-Vorsorge zugute.

70 Jahre Bunte

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Bunte-Chefredakteure: Lothar Strobach (1987-1989), Beate Wedekind (1992-1993), Hubert Burda (1976-1986), Patricia Riekel (1996-2016), Robert Pölzer (seit 2016) (v.l.n.r.)

Am Freitag, den 10. November, fand auf Einladung von Burda-Vorstand Philipp Welte ein Editor’s Lunch anlässlich des Jubiläums von Bunte statt. Europas größtes People-Magazin feiert 2018 sieben Jahrzehnte Leidenschaft für Menschen.

Bei der Veranstaltung in München wurde der 335 Seiten starke Bildband „Bunte Republik Deutschland“ präsentiert, den die ehemalige Chefredakteurin, Patricia Riekel, als Herausgeberin maßgeblich gestaltet hat. An dem Mittagessen nahmen neben Verleger Hubert Burda, Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen, Geschäftsführern und Chefredakteuren auch prominente Weggefährten wie Uschi Glas, Axel Milberg und Nina Eichinger teil.

Hubert Burda würdigte in einer emotionalen Rede seinen Vater, den legendären Senator Franz Burda, der den Grundstein für den heutigen Bunte-Erfolg legte. In der Nachkriegszeit suchte sein Vater neue Aufträge und bemühte sich um die Lizenz für ein Magazin namens „Das Ufer“. „Mein Vater musste bei der französischen Kommandantur vorsprechen, um die Genehmigung dafür zu bekommen. Dass er sehr gut französisch sprach, half natürlich und der zuständige General Schmittlein und er wurden schnell Freunde.“ Und aus dem „Ufer“, das eine Art Erziehungsprogramm sein sollte, wurde ein lebensbejahendes Magazin. „Mein Vater erkannte schnell, dass die Menschen sich nach dem Krieg nach Unterhaltung und bunten Geschichten sehnten und nannte die 1948 gegründete Illustrierte 1954 in Bunte um.“

Ein kreatives Vorbild für Hubert Burda war der Künstler Andy Warhol, der einst in Offenburg ein Porträt von Aenne und Franz Burda machte: „Mich interessierte Warhols Pop-Art, in der er Werbung und Medien und Kunst zusammenbrachte. Warhol hat verstanden, was Lifestyle bedeutet. Mit seinem Magazin ‚Interview‘ war er auch Verleger. Und Lifestyle ist einer der größten Märkte für Burda. Mit Andy Warhol kam quasi der Lifestyle von New York in die Bunte.“

Hubert Burda erinnerte sich in seiner Rede an die Zeit von 1976 bis 1986, in der er selbst Bunte-Chefredakteur war und Menschen wie Udo Jürgens, Mireille Matthieu und Uschi Glas berühmt machte: „Anfangs dachten alle, ‚Was will das Büble’, aber ich habe mich durchgesetzt. Und wenn ich zurückblicke, gibt es keinen schöneren Job als Chefredakteur.“ Und er betonte: „Ohne das, was der Senator gemacht hat, stünde ich heute nicht hier!“

Was damals galt, gilt heute auch noch. So erklärte Hubert Burda das Bunte-Erfolgskonzept mit Verweis auf den Netflix-Gründer Reid Hastings. Der sagte: „Du musst den Content machen, mit dem die Leute gerne ihre Zeit verbringen“.

Das Geheimnis dahinter beschreibt auch Georg Franck, Autor des Buches: „Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“. Daraus stammen die folgenden Sätze, die für Hubert Burda wichtig sind: „Was ist angenehmer als die wohlwollende Zuwendung anderer Menschen, was wohliger als ihre teilnehmende Einfühlsamkeit, was wirkt so inspirierend wie begeisterte Zuhörer, was ist so fesselnd wie das Fesseln ihrer Sinne. Was gibt es aufregenderes als einen Saal von gespannter Blicke, was hinreißenderes als der Beifall, der einem entgegen tost. Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen. Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über der Macht, darum verblasst der Reichtum neben der Prominenz.“

Bunte hat viele Prominente über Jahre hinweg begleitet, wie Patricia Riekel, die das Magazin 1997 bis 2016 führte, erzählt. Sie berichtete von der Entstehungsgeschichte der Bunte-Chronik. „Es gab 3.500 Bunte-Ausgaben, nicht digitalisiert, darunter Folianten aus den 50ern, die schon völlig vergilbt und eingerissen waren. Und in jeder Bunte waren 20 große und 30 kleine, spannende Geschichten, an denen wir uns immer wieder festgelesen haben. Es hat sieben Monate gedauert, bis wir uns für die besten entschieden hatten.“ Und auch heute noch sei Bunte das Barometer, das zeige, welchen Stellenwert man in der Society hat. „In ist, wer drin ist!“

Ein Erfolgskonzept, das Robert Pölzer seit 2016 erfolgreich weiterführt. „Die Bunte, die Hubert Burda geprägt hat, ist das Leitmedium der deutschen Gesellschaft. Ein Gesamtkunstwerk. Und wir sind Handwerker im Dienste der Kunst, zu unterhalten. Die Bunte bietet der Gesellschaft eine Bühne, sie spiegelt die Gesellschaft und sie ist ein Seismograph der Gesellschaft. Die Bunte-Chronik zeigt mir den Weg auf, den Bunte gegangen ist, sie lehrt mich die Sprache der Bunte und sie gibt mir die Tonalität der Bunte in mein Herz. Und mit dieser Leidenschaft, die ich im Herzen trage, werde ich diese Zeitschrift hoffentlich noch lange führen.“ Und er erinnerte daran, wie wichtig dabei die Bereitschaft zur Veränderung und Transformation sei: Für uns gilt: in der Gegenwart aus der Vergangenheit lernen, um für die Zukunft gerüstet sein.“

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Workshop mit Ehrengast

Hubert Burda zusammen mit Azubi Ghafek Alsaho

Verleger Hubert Burda höchstpersönlich begrüßte die Nachwuchskräfte, die zum 1. September ihre Ausbildung bei Burda begonnen haben im Rahmen eines gemeinsamen Workshops. Derzeit beschäftigt Burda lehrjahrübergreifend 55 Azubis und duale Studenten, aufgeteilt auf die Standorte Nürnberg Hamburg, München und Offenburg. Davon haben 18 Auszubildende und 3 duale Studenten jetzt im Herbst 2017 ihre Ausbildung frisch angetreten.

Hubert Burda nahm sich viel Zeit für den Nachwuchs und erzählte kurzweilig aus der bewegten Familien- und Konzerngeschichte von den Anfängen zu Zeiten seines Großvaters um 1903 bis zum weltweit operierenden Tech- und Medienunternehmen, das Burda heute ist. „Kontinuität“ und eine „beständige Reinvestition der Gewinne“ gehörten zum Erfolgsgeheimnis von Familienunternehmen. „Bleibt dran, lasst Euch nie beirren!“, gab Hubert Burda, in Skizzierung seines eigenen Werdegangs und dem seiner Eltern Aenne und Senator Franz Burda, den Auszubildenden als Credo mit für ihre berufliche Zukunft mit.

Auch HR-Direktor Christoph Diebenbusch begrüßte bei dem lehrjahrübergreifenden Workshop die neuen Azubis und dualen Studenten und betonte, wie essentiell es im heutigen Arbeitsmarkt sei, die eigenen Fachkräfte auszubilden und langfristig ans Unternehmen zu binden. „Burda investiert hier viel Geld und Zeit – das Thema Ausbildung steht auf unserer Agenda ganz oben“, so Diebenbusch.

„Der Azubi-Workshop ist eines der Highlights in der Ausbildung bei Burda. Gerade für die Azubis und Studenten, die erst anfangen, gab es dieses Mal nützliche Infos und Tipps, die beim Start helfen. Die Möglichkeit, seine Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen, ist für mich neben dem Teambuilding das Wichtigste am Workshop“, so Nicolas Schreiber, Industriekaufmann im 3. Lehrjahr.