Ehrendoktorwürde

Ehrendoktor: Bernd Huber und Maximilian Reiser übergaben Hubert Burda die Urkunde

„Ich hätte, als ich an dieser Uni begann, nie gedacht dass ich es hier schaffen könnte. Ich habe erfahren, was man mit Leistung bewältigen kann. Das war eine Erfahrung fürs Leben, die Uni hat mich geprägt wie nichts anderes“, erinnerte sich Hubert Burda in der großen Aula der Universität München an seine Studienzeit.

Mit einem Festakt und zahlreichen hochrangigen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hat ihm die Medizinische Fakultät dort am Montag die Ehrendoktorwürde verliehen.

Damit zeichnete sie Burdas Verdienste um die Förderung der biomedizinischen Forschung und des BioMedizinischen Zentrums Großhadern aus. Der sehr selten verliehene Ehrendoktortitel ist außerdem Anerkennung für Burdas gesundheitspolitisches Engagement in Form der Felix Burda Stiftung. Erst Kunststudent und Doktorand, als Medienmanager dann Initiator der Iconic-Turn-Reihe und erster Hochschulratsvorsitzender – die enge Verbindung mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ist in Burdas Leben nie abgerissen. Die Auszeichnung mit einem weiteren Doktortitel war in den so wohl bekannten Räumen deshalb auch eine besondere Würdigung. „Es ist wunderbar, hier zu stehen“, so der Verleger.

„Er ist einer der ganz Großen dieses Landes“, sagte Ex-Ministerpräsident und Gastredner Edmund Stoiber. Er nannte Burda einen Unternehmer, der persönliche Werte vorlebe – unter anderem mit der Investition ins Jüdische Zentrum am Jakobsplatz. Mit Weitblick und Tatkraft habe er Entwicklungen wie die Digitalisierung erspürt und dann gestaltet und geprägt.

Stoiber wie auch seine Vorredner, darunter Staatsminister Wolfgang Heubisch, würdigten außerdem Burdas Verbindung aus Künstlergeist und Wirtschaftsdenken. Als Kunsthistoriker und Medienunternehmer schaffe er den Spagat zwischen Hoch- und Popkultur, zwischen „High and Low“, sagte Laudator Maximilian Reiser, Dekan der Medizinischen Fakultät. Er verkenne die Gefahren der modernen Massenkultur nicht, sehe aber vor allem die Chancen und Vorteile, die diese mit sich brächte. Dass die Universität München heute in einem weltweiten Ranking an der Spitze stehe und aus ihr ein modernes Wirtschaftsunternehmen mit zukunftsweisenden Forschungsfeldern geworden sei, sei auch der Verdienst des Hochschulrats unter Burdas Vorsitz. Die Konfrontation der Wissenschaft mit der Wirtschaft sei „keine ganz einfache Aufgabe“ gewesen, erklärte Uni-Präsident Bernd Huber. Burda habe sie aber „souverän und mit viel Heiterkeit“ gemeistert.

In seiner Eigenschaft als Hochschulratsvorsitzender war Burda zwischen 1999 und 2007 maßgeblich an der Planung des BioMedizinischen Zentrums in Großhadern-Martinsried beteiligt. Auch der Bau des Zentrums für Neuropathologie und Prionenforschung hat der Hochschulrat unter seiner Ägide unterstützt.

Kreativität als Teil unternehmerischen Handelns sei Ausgangspunkt für die gerade in Zeiten der Krise so entscheidende Innovation, sagte Hubert Burda in seiner Dankesrede. Großhadern und Martinsried zählten zu den besten Kliniken der Welt mit Standards wie in Harvard, dem Sloan Catering von Hutchinson bis nach Houston. Und das neue BioMedizinische Zentrum werde eines der führenden Institute der Welt werden.

Mit Diskussionen über die Zukunft aber auch vielen Erinnerungen ließ der neue Ehrendoktor den Abend schließlich in der Schackstraße ausklingen: In seiner ehemaligen Studentenwohnung feierte er mit Weggefährten, Uni-Freunden und Burda-Kollegen.

„Die Erben“ ausgezeichnet

Die Ernst-Schneider-Preisträger 2008

Für die NDR-Dokumentation „Hubert Burda – Zwischen Rebellion und Pflicht“ haben die Autoren Kathrin Pitterling und Jörg Komorowski am Mittwoch in der Handelskammer Hamburg den Ernst-Schneider-Preis 2008 erhalten. Der Film aus der ARD-Reihe „Die Erben“ war Favorit in der Kategorie „Wirtschaft in der Unterhaltung“.

Die Jury beeindruckte die Dokumentation als ein Fernsehporträt, „das nach dem unternehmerischen Impuls, nach der Risikobereitschaft und den Spielinstinkten fragt, die Hubert Burda antreiben.“ Die Dokumentation war am 22. Januar 2007 im Ersten zu sehen und hatte allein in der Erstausstrahlung 3,4 Millionen Zuschauer.

Die Deutschen Industrie- und Handelskammern verleihen den mit 7.500 Euro dotierten Ernst-Schneider-Preis in jedem Jahr für herausragende Wirtschaftsbeiträge. Die Jurys trafen ihre Wahl aus insgesamt 900 Einsendungen.

Engagement ausgezeichnet

Horst Köhler überreichte das Bundesverdienstrkreuz an Hubert Burda

Für sein vielfältiges, weit über Deutschlands Grenzen hinaus reichendes Engagement um die Medienentwicklung, um Gesellschaft, Kultur und den wissenschaftlichen Dialog zeichnete Bundespräsident Horst Köhler Hubert Burda mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Die Verleihung fand am Montagvormittag im Schloss Bellevue in Berlin statt.

„Unter dem Dach der von ihm gegründeten Hubert Burda Stiftung vereint er alle seine gemeinnützigen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Aktivitäten, unter anderem die ‚Felix Burda Stiftung‘ und das ‚Center for Innovative Communications‘ an der Ben Gurion Universiät in Israel. Er unterstützt Steven Spielbergs Shoah Foundation mit den Zeugnissen der Holocaust-Überlebenden für den Unterricht an Schulen und hat durch maßgebliche Spenden den Neubau des Jüdischen Zentrums in München gefördert“, heißt es in der Begründung.

Neben Hubert Burda zeichnete der Bundespräsident unter anderem Verlegerin Friede Springer, Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch, Schauspieler Armin Mueller-Stahl, Bischöfin Margot Käßmann und Sänger Peter Maffey mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus.

Auszeichnung für Hubert Burda

Hubert Burda

Hubert Burda ist in die „Hall of Fame“ des Manager Magazins aufgenommen worden. Das Wirtschaftsmagazin ehrt mit der Mitgliedschaft in der symbolischen Ruhmeshalle alljährlich herausragende Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft.

Hubert Burda habe ein deutsches Verlags- und Druckhaus in einen europäischen Medienkonzern ersten Ranges verwandelt, würdigte der britische Verleger und Publizist Lord Arthur George Weidenfeld Burdas Leistung. „Er modernisierte das von seinen Eltern geerbte Unternehmen von Grund auf, investierte mutig und bewies dabei ein besonderes Gespür für Trends und technische Innovation, vor allem bei seinem Engagement in den Neuen Medien. Zugleich machte sich Hubert Burda einen Namen als Förderer von Kultur und Wissenschaft und erwarb sich anerkannte Verdienste um die deutsch-jüdische Aussöhnung.“

Ebenfalls aufgenommen in die „Hall of Fame“ wurde Hermann Scholl, der den Stiftungskonzern Bosch an die Weltspitze führte, ohne dessen große soziale Tradition aufzugeben.

Ein Zeichen der besonderen Wertschätzung

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger zeichnete Hubert Burda mit der Verdienstmedaille aus

Mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg wurde am Samstag Hubert Burda geehrt. Ministerpräsident Günther H. Oettinger zeichnete den Verleger damit für dessen vielfältiges gesellschaftliches, soziales und kulturelles Engagement aus.

„Sie sind eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, die sich mit Herz und Verstand für das Gemeinwohl einsetzt“, so Oettinger in seiner Laudatio. „Insbesondere gilt unser Dank Ihrem engagierten Einsatz für die Trinationale Europäische Metropolregion Oberrhein, Ihrer Tätigkeit als Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger, als Senator der Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, Ihrer Mitgliedschaft bei der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und im Kuratorium der Fraunhofergesellschaft.“ Auch die Vergabe von Bambi nach Stuttgart im Jahre 2006 hob der Regierungschef in seiner Rede noch einmal lobend hervor.

Insgesamt 26 Frauen und Männern wurden am Samstag mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Unter den Preisträgern waren auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel und Nobelpreisträger Gerhard Ertl. Günther H. Oettinger überreichte die hohe Auszeichnung im Rahmen eines Festakts im Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses und würdigte das beispielhafte Engagement der neuen Ordensträger. „Sie sind zu Vorbildern geworden, weil sie Herausragendes geleistet haben – weit über Ihre Pflichten hinaus im Beruf, im Ehrenamt oder in beidem zusammen. Die Landesverdienstmedaille ist ein Zeichen der besonderen Wertschätzung und des Dankes für Ihre außergewöhnlichen Leistungen. Und sie ist auch Ausdruck der besonderen Verbundenheit mit unserem Land“, erklärte Ministerpräsident Oettinger in seiner Ansprache.

„Es kommt in der Demokratie entscheidend auf Persönlichkeiten an, die aus freien Stücken Verantwortung übernehmen – in Unternehmen und Gewerkschaften, in Staat und Politik, in der Kirche, in Kunst und Kultur, im Sport, im sozialen und gesellschaftlichen Bereich. Mit Ihrer Leistung und Ihrem Einsatz, mit Ihrem Charakter und Ihrer Persönlichkeit, mit Ihrem Amtsverständnis und Berufsethos haben Sie sich um unser Gemeinwesen außerordentlich verdient gemacht“, unterstrich der Regierungschef.

Baden-Württemberg könne auf Dauer seine Attraktivität und Leistungsfähigkeit nur erhalten, wenn sich seine Bürgerinnen und Bürger mit diesem Land identifizieren, sagte der Ministerpräsident. Ein gutes Zeichen dafür sei die hohe Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement und zur Übernahme von Ehrenämtern. „Rund viereinhalb Millionen Bürgerinnen und Bürger unseres Landes engagieren sich freiwillig für unser Gemeinwesen. In keinem anderen Land sind die Menschen ehrenamtlich so aktiv wie bei uns“, betonte Oettinger.

Jakob-Fugger-Medaille für Dr. Hubert Burda

Edmund Stoiber, Hubert Burda und Aydin Dogan bei der Verleihung der Jakob-Fugger-Medaille in München

Er stehe für „überragende publizistische Erfolge“, so Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber bei der Verleihung der Jakob-Fugger-Medaille an Dr. Hubert Burda. „Er ist ein Mann voll Unternehmergeist, visionärer Tatkraft und einem einzigartigen Gespür für Zukunftstrends“, betonte Stoiber am Donnerstag im Kaisersaal der Münchner Residenz. Der Einstieg in das Medienzeitalter in Europa sei „untrennbar“ mit dem Namen Hubert Burda verbunden.

Mit großem unternehmerischem Gespür habe der Verleger aus dem elterlichen Familienbetrieb einen der größten Medienkonzerne in Deutschland und Europa mit über 7.000 Mitarbeitern und mehr als 250 Magazinen und Zeitungen in 19 Ländern gemacht, so der CSU-Vorsitzende. Darüber hinaus leiste er mit seinem Engagement für Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft sowie seinem „unermüdlichen Einsatz für die Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen“ einen herausragenden Beitrag für den Dialog zwischen Generationen, Kulturen und Religionen.

Peter Sloterdijk stellte in seiner Laudatio „Die permanente Renaissance“ dar, wie sich Kommunikation und Medien seit der Renaissance entwickelt haben. Der Philosoph zeigte auf, wie sich eine Gesellschaft nach großen Katastrophen auch in ihren Kommunikationsformen verändern.

Im Falle der Pest-Epedemie im 14. Jahrhundert wurde danach aus den bibliblisch-erbaulich geprägten Literaturformen neue, heiter-erzählerische. In den Mittelpunkt stellte Sloterdijk Bocacios Decamarone und bezeichnet diese Sammlung kurzer Novellen als einen „diskreten Erfolg der Glücksuche“ in entbehrungsreicher Zeit. Im weiteren Verlauf der Geschichte entständen daraus die Medien in Form gezielter Verbreitung von Informationen. Verleger zu sein, heiße heute auch, die Menschen „teilhaben zu lassen am weltlich Wunderlichen“.

„Es ist für mich etwas sehr besonderes, mit der Jakob-Fugger-Medaille ausgezeichnet zu werden“, so Hubert Burda. Die Medaille gehe auf jemanden zurück, der bereits vor einem halben Jahrtausend den unschätzbaren Wert von Informationen und ihrer Weitergabe erkannt hat.

Die Auszeichnung wird nur alle fünf bis sieben Jahre vom Kuratorium der Stiftung Jakob-Fugger-Medaille verliehen. Bisher zeichnete die zum Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern gehörende Stiftung unter anderen Axel Springer, Golo Mann, Aenne Burda und Reinhard Mohn aus.

Dr. Hubert Burda mit Leo-Baeck-Preis geehrt

Dr. Hubert Burda und Charlotte Knobloch bei der Preisverleihung in Berlin

Dr. Hubert Burda ist am Donnerstag, den 2. November, in Berlin vom Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Leo-Baeck-Preis 2006 geehrt worden. Mit der Auszeichnung werde sein Einsatz für Toleranz und sein Eintreten für das friedliche Miteinander von Religionen und Kulturen gewürdigt, so die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch.

Der 66-jährige Verleger habe sich um die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden verdient gemacht und nie Zweifel daran gelassen, dass jüdisches Denken, Fühlen und Wissen ein fester Bestandteil der deutschen Kulturgeschichte ist, hieß es in der Begründung. „Mich bestärkt der Preis in dieser Aufgabe und ich danke Ihnen für diese Anerkennung, die mir durch Sie zuteil wird“, so Dr. Hubert Burda in Berlin. „Preise wie der heutige, dessen Verleihung mich tief bewegt, haben mit Sicherheit eine Brücken stiftende Funktion.“

Die Rede in englischer Sprache finden Sie hier.

Dr. Dieter Graumann, Maria Furtwängler, Dr. Hubert Burda, Charlotte Knobloch und Dr. Salomon Kern

Am 9. November, knapp 70 Jahre nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge, wird am Jakobsplatz die neue Synagoge geweiht. „Ein großer Tag, der ohne Ihr Engagement und ohne Ihren unermüdlichen Einsatz, Frau Präsidentin Knobloch, nicht zu denken ist“, so Dr. Burda, der das Projekt persönlich und im Rahmen der Initiative Münchner Medienhäuser „Paten für Toleranz“ maßgeblich unterstützte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte das Engagement des Verlegers „für das Miteinander von Juden und Nichtjuden in Deutschland“.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrt seit 1956 zur Erinnerung an den jüdischen Wissenschaftler und Rabbiner Leo Baeck (1873 – 1956) mit dem gleichnamigen Preis Menschen, die sich in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft in diesem Land eingesetzt haben.

Dr. Hubert Burda mit Leo-Baeck-Preis geehrt

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeichnet Dr. Hubert Burda mit dem Leo-Baeck-Preis 2006 aus. Der Verleger habe sich für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden verdient gemacht und nie Zweifel daran gelassen, dass jüdisches Denken, Fühlen und Wissen ein fester Bestandteil der deutschen Kulturgeschichte sei, teilte der Zentralrat am Dienstag in Berlin mit.

Dr. Hubert Burda habe zahlreiche Projekte, Stiftungen und Foren zum Beitrag des Judentums zur deutschen Gesellschaft initiiert und gefördert. Als Pate für Toleranz und Aussöhnung stehe Burda für das friedliche Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionsgemeinschaften, sei es in Israel oder in Deutschland. Sein Eintreten gegen das Vergessen sei vor allem für die Generation der Nachgeborenen ein Beispiel.

Träger des nach dem jüdischen Wissenschaftler und Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) benannten Preises sind unter anderem Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, der Schriftsteller Ralph Giordano und der frühere Außenminister Joschka Fischer. Die Auszeichnung wird am 2. November in Berlin verliehen.